Gold: Fed-Protokoll um 18 Uhr entscheidend
Das Edelmetall notiert schwächer, während der Markt auf das FOMC-Protokoll und den anstehenden Führungswechsel bei der Fed wartet.
Kurz zusammengefasst
- Goldpreis erholt sich nur leicht
- Fed-Protokoll heute im Fokus
- Starke Spaltung im FOMC-Gremium
- Inflationsdaten belasten den Goldpreis
Gold wirkt angeschlagen, obwohl der Preis heute leicht zulegt. Aktuell notiert das Edelmetall bei 4.497,90 Dollar, ein Plus von 0,28 Prozent zum Dienstagsschluss. Über sieben Tage steht dennoch ein Minus von 4,24 Prozent.
Der Druck kommt nicht aus der physischen Nachfrage. Er kommt aus Washington. Das Fed-Protokoll am Abend kann zeigen, wie hartnäckig der Zinsgegenwind für Gold bleibt.
Fed-Protokoll trifft nervösen Markt
Um 18:00 Uhr rückt das Protokoll der FOMC-Sitzung vom 29. April in den Handel. Damals hielt die Fed den Zielkorridor bei 3,50 bis 3,75 Prozent. Auffällig war die Spaltung im Gremium.
Vier von zwölf stimmberechtigten Mitgliedern stellten sich gegen die Entscheidung oder gegen die Erklärung. Das war die stärkste Spaltung seit 1992. Für Gold zählt nun, ob das Protokoll diese harte Linie bestätigt.
Die Märkte rechnen kaum noch mit schneller Entlastung. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung im Juni liegt bei nur 2,6 Prozent. Ein hawkisher Ton würde den Dollar stützen und Gold als zinsloses Asset weniger attraktiv machen.
Warsh übernimmt eine gespaltene Fed
Das Protokoll stammt aus der letzten Sitzung unter Jerome Powell als Fed-Chef. Kevin Warsh wurde am 13. Mai 2026 vom Senat bestätigt. Seine Vereidigung ist für den 22. Mai im Weißen Haus angesetzt.
Warsh gilt als hawkisher als Powell. Das macht den Führungswechsel für Gold heikel. Eine längere Phase hoher Zinsen oder sogar neue Zinserhöhungen würden die Opportunitätskosten des Haltens von Gold erhöhen.
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Seine erste Sitzung als Vorsitzender ist für den 16. und 17. Juni geplant. Powell bleibt vorerst als Governor im Amt. Die internen Gräben in der Fed verschwinden damit nicht automatisch.
Inflation schlägt Gold-Nachfrage
Die jüngsten Inflationsdaten haben den Markt bereits neu kalibriert. Der Verbraucherpreisindex stieg im April um 3,8 Prozent zum Vorjahr. Im März hatte die Rate noch bei 3,3 Prozent gelegen.
Damit schrumpft der Spielraum für Zinssenkungen. Die Renditen langer US-Staatsanleihen zogen kräftig an. Auch der Dollar profitiert von dieser Gemengelage.
Genau das belastet Gold. Auf Sicht von 30 Tagen liegt der Preis 7,09 Prozent im Minus. Er notiert zudem unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 4.689,14 Dollar.
Der Nahost-Konflikt liefert bisher keinen klassischen Sicherheitshafen-Bonus. Die Unsicherheit um die Straße von Hormus stützt vor allem den Greenback. Steigende Energiepreise nähren zudem neue Inflationssorgen.
Die physische Nachfrage bleibt stark. Im ersten Quartal 2026 erreichte die gesamte Goldnachfrage 193 Milliarden Dollar. Münzen und Barren legten ebenfalls deutlich zu.
Kurzfristig reicht das nicht. Solange Renditen und Dollar steigen, bleibt strukturelle Nachfrage nur ein Gegengewicht. Am Abend entscheidet der Ton des Fed-Protokolls, ob Gold die Zone um 4.480 Dollar verteidigt oder der Zinsdruck weiter dominiert.
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