Nach der wilden Vorwoche tritt der Goldpreis zum Wochenstart auf die Bremse. Nach dem kräftigen Sprung am Freitag nutzen Anleger die höheren Kurse für Gewinnmitnahmen. Gleichzeitig rückt ein Termin in den Vordergrund, der für die nächste Richtung wichtig werden könnte: Morgen gehen mehrere geopolitische Gespräche in die nächste Runde.
Die wichtigsten Treiber gerade:
– US-Inflation schwächer als erwartet → stärkt Zinssenkungsfantasie
– Geopolitische Verhandlungen ab Dienstag → beeinflussen die Safe-Haven-Nachfrage
– Zentralbanken und China-ETFs → liefern strukturelle Nachfrage
Inflation, Zinsen – und warum das Gold hilft
Gold lag heute laut Trading Economics bei rund 5.020 US-Dollar je Feinunze. Die Bewegung folgt auf eine extrem volatile Woche: Erst rutschte der Preis zeitweise um mehr als 3% ab, bevor er am Freitag um über 2,5% anzog.
Auslöser für die Freitagserholung waren die US-Verbraucherpreise für Januar: Die Inflationsrate lag bei 2,4% (unter den Prognosen), die Kerninflation bei 2,5%. Das hat die Erwartung an weitere Zinssenkungen der US-Notenbank gestärkt. Laut Reuters preisen die Märkte nun etwas mehr als zwei Zinssenkungen für dieses Jahr ein. Für Gold ist das grundsätzlich Rückenwind, weil niedrigere Zinsen das zinslose Edelmetall relativ attraktiver machen.
Geopolitik als kurzfristiger Taktgeber
Kann ausgerechnet der Dienstag den nächsten Ausschlag geben? Am Dienstag werden sowohl die Nuklearverhandlungen zwischen den USA und dem Iran als auch US-geführte Gespräche zur Beendigung des Ukraine-Krieges fortgesetzt.
Der Mechanismus ist klar: Fortschritte könnten die Nachfrage nach Gold als sicherem Hafen dämpfen. Rückschläge würden die Unsicherheit erhöhen und damit Gold stützen.
China stützt Nachfrage – Prognosen steigen
Während kurzfristige Schlagzeilen den Kurs bewegen, bleibt die strukturelle Nachfrage laut den genannten Daten robust. Die People’s Bank of China kaufte im Januar weiter Gold – bereits der 15. Monat in Folge. Chinas offizielle Reserven stiegen auf 2.308 Tonnen, das entspricht 9,6% der gesamten Währungsreserven.
Zusätzlich meldeten chinesische Gold-ETFs im Januar Zuflüsse von 44 Milliarden Yuan (rund 6,2 Milliarden US-Dollar) – der stärkste Jahresauftakt ihrer Geschichte. Vor dem chinesischen Neujahrsfest (15. bis 23. Februar) dürfte laut Quelltext auch die Nachfrage nach Schmuck und Barren anziehen.
Auf Analystenseite hob ANZ die Goldpreisprognose für Q2 2026 von 5.400 auf 5.800 US-Dollar je Feinunze an und begründete dies mit der Rolle von Gold als „Versicherungsanlage“ in unsicheren Zeiten. J.P. Morgan verwies laut Reuters ebenfalls auf die anhaltenden Zentralbankkäufe als wichtigen Nachfragefaktor; auch die Deutsche Bank hatte zuvor ihre Jahresprognose angehoben.
Im Fokus stehen diese Woche außerdem die nächsten US-Daten: FOMC-Protokoll, BIP-Schätzung und die PCE-Inflationsdaten. Sie dürften mitentscheiden, ob die aktuell eingepreisten Zinssenkungen weiter untermauert werden – und damit auch, ob die jüngste Stabilisierung beim Goldpreis mehr ist als eine kurze Verschnaufpause nach der Volatilität.
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