Gold: Jüngste Marktergebnisse

Nach geopolitikbedingten Abverkäufen erholt sich der Goldpreis, doch die US-Geldpolitik und makroökonomische Daten entscheiden über die weitere Richtung.

Dr. Robert Sasse ·
Gold Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Erholung nach unerwarteten Liquiditätsabverkäufen
  • Zentralbanken stützen Nachfrage durch Bestandsaufstockung
  • Geopolitik und Zinserwartungen wirken gegensätzlich
  • US-Arbeitsmarktdaten als nächster Preistreiber

In Krisenzeiten gilt das Edelmetall eigentlich als klassischer sicherer Hafen. Dennoch reagierte der Markt im März auf die Eskalation im Nahen Osten zunächst mit unerwarteten Abverkäufen, da Investoren dringend Liquidität benötigten. Inzwischen hat eine spürbare Erholung eingesetzt, die nun durch anstehende makroökonomische Daten auf eine harte Probe gestellt wird.

Verantwortlich für den Preisdruck der vergangenen Wochen waren vor allem steigende US-Anleiherenditen und ein erstarkender US-Dollar. Anstatt in das Edelmetall zu flüchten, liquidierten Marktteilnehmer ihre Positionen – ein Muster, das bereits in den Anfangsphasen der Corona- und Finanzkrise zu beobachten war. Pünktlich zum Monatswechsel Anfang April stabilisierte sich die Lage. Bis zum Wochenende verbuchte das Edelmetall wieder Zugewinne, gestützt durch die strukturelle Nachfrage der Zentralbanken, die ihre Bestände bereits im Februar weiter aufgestockt hatten.

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Geopolitik trifft auf Zinsängste

Der anhaltende Nahost-Konflikt erzeugt ein zweischneidiges Marktumfeld. Zwar stützt die geopolitische Unsicherheit grundsätzlich das Interesse an krisenresistenten Anlagen. Gleichzeitig treiben die Spannungen jedoch die Ölpreise in die Höhe. Diese importierte Inflation verringert die Wahrscheinlichkeit rascher Zinssenkungen durch die Notenbanken. Da das Edelmetall keine eigenen Zinsen abwirft, wird es in einem Umfeld hoher Anleiherenditen im Vergleich zu festverzinslichen Wertpapieren unattraktiver. Ein starker US-Dollar verteuert den Rohstoff zudem für Käufer außerhalb des Dollarraums.

US-Geldpolitik diktiert die Richtung

Die weitere Preisentwicklung im April hängt nun primär von den anstehenden makroökonomischen Signalen aus den USA ab. Schwächere Konjunkturdaten und ein abkühlender Arbeitsmarkt würden den US-Dollar schwächen, die Hoffnung auf lockerere Finanzierungsbedingungen stärken und dem Edelmetall weiteren Auftrieb verleihen. Ein robuster Arbeitsmarktbericht hingegen wird die Erwartung einer anhaltend straffen Geldpolitik der Federal Reserve zementieren und den aktuellen Erholungskurs unmittelbar ausbremsen.

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