Gold: Kritischer Zustand?

Die Blockade der Straße von Hormus treibt die Ölpreise und Inflationsängste, was die Zinspolitik der Fed stützt und dem Gold als zinslosem Anlagegut schadet.

Kurz zusammengefasst:
  • Geopolitische Krise treibt Ölpreise über 100 Dollar
  • Inflationssorgen festigen Erwartung an hohe US-Leitzinsen
  • Goldpreis notiert deutlich unter Jahreshoch
  • Zentralbanken zeigen gespaltene Nachfrage nach Gold

Die historisch beispiellose Blockade der Straße von Hormus treibt die Ölpreise in die Höhe und versetzt die Weltmärkte in Aufruhr. Eigentlich ist dies das perfekte geopolitische Umfeld für den sicheren Hafen Gold. Anstelle einer Flucht in das Edelmetall erleben Anleger aktuell allerdings einen paradoxen Effekt: Die eskalierende Energiekrise weckt massive Inflationssorgen und macht dem Goldpreis über den Umweg der Zinspolitik schwer zu schaffen.

Inflationssorgen stützen den US-Dollar

Der Auslöser für die aktuelle Schwäche des Edelmetalls liegt direkt am Energiemarkt. Durch die Schließung der wichtigsten Öl-Handelsroute durch den Iran sprang Rohöl der Sorte Brent über die Marke von 100 US-Dollar. Diese Entwicklung zwingt die Notenbanken, ihren Kampf gegen die Teuerung aufrechtzuerhalten, da höhere Energiekosten die Inflation direkt anheizen.

Gold

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Marktbeobachter rechnen nun fest damit, dass die US-Notenbank Fed die Zinsen bei ihrer kommenden Sitzung am 18. März in der Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent belässt. Goldman Sachs verschob die Erwartung für eine erste Zinssenkung bereits drastisch in das vierte Quartal 2026. Für das zinslose Gold entpuppt sich dieses Szenario als massiver Gegenwind. Steigende Renditen bei US-Staatsanleihen und ein starker US-Dollar machen das Edelmetall für Käufer außerhalb des Dollarraums spürbar teurer.

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Entsprechend notiert der Kurs aktuell bei 5.100,10 US-Dollar und damit gut sechs Prozent unter seinem Ende Januar erreichten 52-Wochen-Hoch. Dennoch verzeichnet das Edelmetall seit Jahresbeginn weiterhin ein solides Plus von 17,47 Prozent.

Zentralbanken mit gegensätzlichen Signalen

Auf der Nachfrageseite zeigt sich derweil ein gespaltenes Bild. Während die Zentralbanken von China und Chile ihre Goldreserven zuletzt massiv aufstockten, prüfen andere Akteure Verkäufe. So erwägt die polnische Notenbank laut Marktberichten die Veräußerung von Gold im Wert von bis zu 13 Milliarden US-Dollar zur Finanzierung von Rüstungsausgaben. Parallel dazu verzeichneten Gold-ETFs in der vergangenen Woche mit fast 30 Tonnen die stärksten Abflüsse seit über zwei Jahren.

Die weitere Preisentwicklung hängt nun unmittelbar an den kommenden US-Inflationsdaten und der Dauer der Hormus-Blockade. Solange der Ölpreis auf dem aktuellen Niveau verharrt und die US-Renditen stützt, bleibt das Aufwärtspotenzial für Gold trotz der geopolitischen Risiken strikt gedeckelt.

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