Gold: Non-Farm-Payrolls am Donnerstag im Fokus

Gold erholt sich leicht von Verlusten, bleibt aber unter Druck durch Zinserwartungen und starke US-Konjunkturdaten.

Redaktion Stock-World ·
Ein glänzender Goldbarren liegt auf einer dunklen, strukturierten Oberfläche, mit einem unscharfen Hintergrund von Finanzdaten. (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Goldpreis erholt sich auf 4.103 Dollar
  • Zinsangst belastet Edelmetall weiterhin
  • US-Arbeitsmarktdaten als nächster Test
  • Geopolitische Spannungen stützen Nachfrage

Der Goldpreis hat eine harte Handelswoche hinter sich. Zwischenzeitlich rutschte das Edelmetall unter die psychologisch wichtige Marke von 4.000 US-Dollar. Am Freitag griffen Käufer wieder zu. Der Schlusskurs lag bei 4.103,70 US-Dollar. Das entspricht einem Tagesplus von 1,54 Prozent.

Die Erleichterung trügt. Auf Monatssicht steht immer noch ein Minus von fast acht Prozent auf der Anzeigetafel. Vom Rekordhoch bei über 5.600 US-Dollar im Januar ist der Preis weit entfernt. Der Markt bleibt extrem nervös.

Zinsangst bremst Käufer aus

Die Erwartungen an die US-Notenbank Fed diktieren aktuell den Kurs. Jüngste Wirtschaftsdaten zeigen eine robuste US-Wirtschaft. Die Inflation stieg im Mai leicht an, während die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sanken. Das stützt die Theorie einer weiteren Zinserhöhung im Dezember.

Der neue Fed-Chef Kevin Warsh betonte zuletzt die Bedeutung der Preisstabilität. Investoren werten dies als klares Signal für höhere Zinsen. Das belastet das Edelmetall massiv. Gold wirft keine Zinsen ab und verliert in diesem Umfeld an Attraktivität.

Arbeitsmarktdaten im Fokus

Die neue Handelswoche liefert reichlich Zündstoff. Auf dem Programm stehen wichtige US-Arbeitsmarktdaten. Den Höhepunkt bilden die Non-Farm-Payrolls am Donnerstag. Schaffen US-Firmen mehr Stellen als erwartet, steigt der Druck auf Gold weiter.

Parallel dazu treffen sich Notenbanker beim EZB-Forum im portugiesischen Sintra. Aussagen von EZB-Präsidentin Christine Lagarde und Fed-Chef Kevin Warsh könnten die globalen Zinserwartungen neu justieren.

Nahost-Konflikt stützt den Preis

Ohne geopolitische Spannungen stünde der Kurs vermutlich tiefer. Der schwelende Konflikt zwischen den USA und dem Iran sorgt für eine gewisse Grundnachfrage. Besonders die Lage in der Straße von Hormus beunruhigt Händler.

Blockiert der Iran diese wichtige Route, steigen die Ölpreise. Die Folge: neue Inflationssorgen. Das zwingt die Fed zu einem noch härteren Kurs. Kurz gesagt: ein Risiko.

Chartbild bleibt angeschlagen

Charttechnisch steht Gold vor einer Richtungsentscheidung. Nach unten bietet das jüngste Verlaufstief bei 3.932 US-Dollar eine wichtige Unterstützung. Nach oben blockiert ein Widerstand bei 4.095 US-Dollar den Weg. Diesen hat der Preis am Freitag knapp überwunden.

Analysten und Privatanleger bleiben laut einer aktuellen Kitco-Umfrage mehrheitlich pessimistisch. Um das bärische Chartbild nachhaltig zu neutralisieren, muss der Kurs weiter steigen. Ein Tagesschlusskurs über der Marke von 4.246 US-Dollar gilt dabei als zwingende Voraussetzung. Bis dahin behalten die Verkäufer den Vorteil.

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