Gold: Ölpreisschock belastet

Geopolitische Spannungen treiben den Ölpreis über 100 Dollar, was Inflationsängste schürt und die Fed-Erwartungen verschiebt. Dadurch verliert Gold seinen Zinstreiber und der Dollar wird zum bevorzugten sicheren Hafen.

Dr. Robert Sasse ·
Goldpreis LBMA Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Ölpreis über 100 Dollar entfacht Inflationssorgen
  • US-Dollar profitiert als sicherer Hafen
  • Gold verliert deutlich und bricht technische Unterstützung
  • Zinssenkungserwartungen der Fed schwinden

Der Iran hat den US-Waffenstillstandsvorschlag abgelehnt — und die Märkte reagieren mit einer unerwarteten Wendung. Nicht Gold, sondern der US-Dollar profitiert vom geopolitischen Stress. Der Grund liegt im Ölpreis.

Die effektive Schließung der Straße von Hormus hat Brent-Öl über die 100-Dollar-Marke getrieben. Das entfacht Inflationsängste, die wiederum die Erwartungen an die US-Notenbank verschieben. Laut CME FedWatch Tool liegt die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed die Zinsen bis Dezember 2026 unverändert lässt, bei rund 51 Prozent — von Zinssenkungen ist kaum noch die Rede. In diesem Umfeld verliert Gold seinen wichtigsten Treiber: sinkende Realzinsen.

Warum der Dollar Gold verdrängt

Steigende Treasury-Renditen machen US-Staatsanleihen zur attraktiveren Alternative gegenüber dem zinslosen Edelmetall. Gleichzeitig hält sich der Dollar-Index (DXY) bei 99,70 — und fungiert als bevorzugter sicherer Hafen. Das Ergebnis: Spotgold fiel bis zum Mittag auf 4.441 Dollar, ein Minus von 1,5 Prozent. April-Futures gaben sogar 2,5 Prozent nach.

Teherans Gegenforderungen — Schließung aller US-Basen am Golf sowie vollständige Aufhebung der Sanktionen — signalisieren einen längeren Konflikt. Hohe Energiekosten dürften damit strukturell in die Wirtschaftsprognosen eingepreist bleiben, was den Inflationsdruck weiter aufrechterhält.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Goldpreis LBMA?

Technisches Bild eingetrübt

Gold handelt aktuell deutlich unterhalb seines 100-Tage-Durchschnitts bei rund 4.614 Dollar. Zusätzlich hat sich ein sogenanntes Bear Cross gebildet: Der 21-Tage-Durchschnitt ist unter den 50-Tage-Durchschnitt gerutscht — ein Signal, das auf anhaltenden Abwärtsdruck hindeutet.

Die nächste relevante Unterstützung liegt bei der psychologischen Marke von 4.400 Dollar. Hält diese nicht, rückt das 200-Tage-EMA bei 4.223 Dollar in den Fokus. Auf der Oberseite müssten die Bullen zunächst das Niveau von 4.602 Dollar zurückerobern, um den Abwärtstrend zu brechen.

Langfristige Kursziele großer Häuser wie Goldman Sachs und Bank of America bleiben bei 6.000 Dollar. Das kurzfristige Bild wird jedoch von institutionellen Liquidationen dominiert — erkennbar auch am erhöhten Put-Optionsfluss, der beim Unterschreiten der 4.500-Dollar-Marke einsetzte. Solange Öl über 100 Dollar und der Dollar über 99,50 notiert, bleibt Gold unter Druck.

Goldpreis LBMA: Kaufen oder verkaufen?! Neue Goldpreis LBMA-Analyse vom 26. März liefert die Antwort:

Die neusten Goldpreis LBMA-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Goldpreis LBMA-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 26. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Goldpreis LBMA: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Goldpreis LBMA Index

KGV
Sektor
Div.-Rendite
Marktkapitalisierung
ISIN: 2743703010IN

Community Forum zu Goldpreis LBMA

Ähnliche Artikel

· Earnings

Volkswagen Aktie: Krise vorprogrammiert?

· Industrie

Evonik Aktie: Roadshow für Anleger

· Emerging Markets

Arafura Rare Earths Aktie: Hervorragende Zukunftsaussichten!

· Industrie

TKMS Aktie: Marktbeobachter gespannt

· Pharma & Biotech

Bayer Aktie: April wird zum Schlüsselmonat

Weitere Artikel zu Goldpreis LBMA

Alle Artikel anzeigen
· ETFs

Gold: Technische Erholung auf dem Prüfstand

· Gold & Edelmetalle

Gold: Zinshoffnung schwindet rapide

· Forex

Gold: Sicherer Hafen unter Beschuss

· Gold & Edelmetalle

Gold: Überraschende Verkaufspläne belasten

· Forex

Gold: Zinsdruck bremst Krisenrallye