Gold: Paulson sieht Aufwärtszyklus
Hedgefonds-Legende John Paulson prognostiziert einen anhaltenden Goldzyklus, während chinesische Anleger auf physische Bestände setzen.

Kurz zusammengefasst
- Paulson erwartet langfristigen Goldaufschwung
- Chinesische Banken stoppen Papiergold-Handel
- Geopolitische Spannungen treiben Ölpreis
- Fed-Zinsentscheidung im Fokus der Märkte
Gold hat sich nach einer wackligen Handelswoche über der Marke von 4.000 US-Dollar gefangen. Am Freitag schloss das Edelmetall bei 4.055,70 Dollar, praktisch unverändert zum Vortag. Zur Stabilisierung passt eine Wortmeldung, die am Wochenende für Gesprächsstoff sorgt: Hedgefonds-Manager John Paulson sieht den Goldmarkt erst am Anfang eines langfristigen Aufwärtszyklus.
Ein Milliardär macht Mut
Paulson wurde 2008 mit seinen Wetten gegen den US-Immobilienmarkt zum Milliardär. Sein Argument für Gold: Das Vertrauen in klassische Papierwährungen schwindet. Immer mehr Investoren und Staaten suchen nach Vermögenswerten, die unabhängig von einzelnen Zentralbanken funktionieren.
Dieser Wandel gehe über kurzfristige Zinszyklen hinaus, so Paulson. Besonders Goldminen- und Explorationsunternehmen könnten überproportional profitieren. Sie hebeln den steigenden Rohstoffpreis stärker als das physische Metall selbst.
Der Optimismus kommt zur rechten Zeit. Seit Jahresanfang steht Gold mit 6,40 Prozent im Minus, der Abstand zum Rekordhoch von 5.626,80 Dollar aus dem Januar beträgt fast 28 Prozent. Das 200-Tage-Mittel liegt bei 4.542 Dollar — der aktuelle Kurs bleibt gut 10 Prozent darunter. Der Markt sucht seit Wochen einen Boden.
China dreht von Papier auf Barren
Ein struktureller Faktor stützt die physische Nachfrage in Asien. Mehrere chinesische Großbanken, darunter die ICBC und die Postal Savings Bank of China, haben den Handel mit Papiergold für Privatanleger eingeschränkt oder eingestellt.
Die Folge: Private Käufer wenden sich verstärkt physischen Barren und Münzen zu. Chinesische Anleger nutzen Gold zunehmend als Absicherung gegen Währungsschwankungen und wirtschaftliche Unsicherheit. Diese Verschiebung von spekulativen Papierprodukten zu realen Beständen wirkt stabilisierend — kurzfristige Liquiditätsschocks werden dadurch abgefedert.
Das Öl-Paradox bremst den Krisen-Aufschlag
Im Nahen Osten bleiben die Spannungen hoch, insbesondere an der Straße von Hormus und im Roten Meer. Trotzdem fällt der typische Krisen-Aufschlag für Gold moderat aus. Marktbeobachter sprechen von einem „Öl-Paradox“.
Die Konflikte treiben die Energiepreise nach oben, Brent-Rohöl notiert deutlich über 95 Dollar. Das schürt Inflationsängste. Diese wiederum stärken die Erwartung, dass die US-Notenbank unter Kevin Warsh die Zinsen länger hoch hält. Da Gold keine Zinsen abwirft, konkurriert es in einem Hochzinsumfeld direkt mit Staatsanleihen — das dämpft das Aufwärtspotenzial trotz geopolitischer Risiken.
Die technische Lage bleibt angespannt: Der RSI notiert bei 44,7, also im neutralen Bereich ohne klares Signal. Kurzfristig entscheidend wird die FOMC-Sitzung am 28. und 29. Juli. Bleibt die Fed bei ihrem Kurs von 3,50 bis 3,75 Prozent, könnte Gold Luft nach oben bekommen. Überwindet der Kurs nachhaltig die Marke von 4.068 Dollar, sehen Analysten den Weg Richtung 4.150 Dollar frei.
Gold: Kaufen oder verkaufen?! Neue Gold-Analyse vom 25. Juli liefert die Antwort:
Die neusten Gold-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Gold-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 25. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Gold: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...