Gold: Pläne ins Straucheln?
Der Goldpreis fällt aufgrund steigender Ölpreise und anhaltender Inflationssorgen. Fed-Entscheid und Nahost-Diplomatie bestimmen die weitere Richtung.

Kurz zusammengefasst
- Wöchentlicher Kursrückgang von 2,7 Prozent
- Fed-Zinsentscheid als nächster Impulsgeber
- Zentralbanken stützen mit hoher Nachfrage
- Diplomatie könnte Risikoprämie senken
Krisenzeiten sind eigentlich Goldzeiten. Aktuell erleben Anleger beim Edelmetall jedoch das genaue Gegenteil. Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran treibt die Energiepreise nach oben. Das schürt neue Inflationsängste und drückt den Goldkurs.
Zum Wochenschluss notierte die Feinunze bei 4.725,40 US-Dollar. Auf Wochensicht verbucht das Edelmetall damit ein Minus von 2,72 Prozent. Seit dem Rekordhoch Ende Januar hat der Kurs spürbar korrigiert.
Dennoch steht seit Jahresbeginn weiterhin ein Plus von knapp neun Prozent auf der Anzeigetafel. Ursache für die jüngste Schwäche ist die Blockade der Straße von Hormus. Teures Öl zwingt die Notenbanken, die Zinsen länger hoch zu halten. Die Folge: Gegenwind für zinslose Anlagen wie Gold.
Powell gibt die Richtung vor
Kommende Woche rückt die US-Notenbank in den Fokus. Am Mittwoch entscheidet die Fed über den Leitzins. Der Markt rechnet fest mit einem Verbleib in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent. Zinssenkungen scheinen vorerst vom Tisch. Einige Beobachter schließen sogar eine erneute Erhöhung nicht mehr aus.
Entscheidend wird die Tonalität von Fed-Chef Jerome Powell sein. Seine Aussagen zur hartnäckigen Inflation dürften den nächsten großen Impuls für den Goldmarkt liefern. Flankiert wird der Zinsentscheid von frischen US-Wirtschaftsdaten zum Bruttoinlandsprodukt.
Zentralbanken stützen den Markt
Strukturelle Unterstützung erhält der Preis weiterhin von den Zentralbanken. Analysten von J.P. Morgan erwarten für 2026 eine durchschnittliche Nachfrage von 585 Tonnen pro Quartal. Die massiven Käufe der vergangenen Jahre setzen sich damit fort.
Russland baut seine Bestände derweil leicht ab. Im März verkaufte die russische Zentralbank rund 6,2 Tonnen Gold. Bei Gesamtreserven von über 2.300 Tonnen fällt dieser Schritt kaum ins Gewicht. Für den globalen Preis hat diese Menge keine Relevanz.
Diplomatie am Wendepunkt
Neben der Geldpolitik blicken Händler auf diplomatische Bemühungen. Der iranische Außenminister Abbas Araghchi wird zu Gesprächen in Islamabad erwartet. US-Präsident Donald Trump signalisiert Gesprächsbereitschaft für einen neuen Deal, zeigt sich aber nicht in Eile.
Ein diplomatischer Durchbruch würde die Risikoprämie aus dem Goldpreis nehmen und den Kurs kurzfristig weiter belasten. Scheitern die Gespräche, droht ein neuer Ölpreisschock. Am kommenden Mittwoch treffen diese geopolitischen Spannungen auf den Zinsentscheid der Fed. Dann positionieren sich Investoren für den nächsten Monat neu.
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