Gold: PMI auf 48-Monats-Hoch bremst
Starke US-Konjunkturdaten und steigende Anleiherenditen belasten den Goldpreis stärker als die geopolitischen Spannungen mit dem Iran.

Kurz zusammengefasst
- US-PMI erreicht Vierjahreshoch
- FedWatch zeigt 58% für Zinserhöhung
- Goldpreis fällt unter 4.520 Dollar
- Silber zeigt sich widerstandsfähiger
Starke US-Konjunkturdaten und ein festgefahrener Atomstreit mit dem Iran — Gold steckt zwischen zwei gegensätzlichen Kräften. Aktuell gewinnt der Zinsdruck die Oberhand.
PMI auf 48-Monats-Hoch
Die am Donnerstag veröffentlichten US-Einkaufsmanagerindizes für Mai erreichten 55,3 Punkte — das höchste Niveau seit vier Jahren. Dazu fielen die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe mit 209.000 niedriger aus als erwartet. Robuste Wirtschaftsdaten, die der Fed kaum Spielraum für Zinssenkungen lassen.
Das FedWatch-Tool zeigt aktuell eine Wahrscheinlichkeit von 58 Prozent für eine weitere Zinserhöhung bis Ende 2026. Zehnjährige US-Staatsanleihen rentieren bei rund 4,6 Prozent. Gold wirft keine Zinsen ab — hohe Renditen machen das Edelmetall für Investoren schlicht teurer.
Khameneis Dekret blockiert Einigung
Auf der geopolitischen Seite verschärft sich der Ton. Irans Oberster Führer Khamenei ordnete am 21. Mai an, dass die nationalen Vorräte an angereichertem Uran das Land nicht verlassen dürfen. Washington unter Präsident Trump hatte genau das zur Bedingung für ein Atomabkommen gemacht. Eine Einigung rückt damit in weite Ferne.
Zwar stützt diese Unsicherheit die Nachfrage nach Gold als sicherem Hafen. UBS-Analyst Giovanni Staunovo warnt jedoch: Hohe Ölpreise treiben den Inflationsdruck weiter an. Das wiederum erhöht das Risiko zusätzlicher Zinsschritte — und bremst Gold.
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Silber hängt Gold ab
Der Spotpreis notiert aktuell bei 4.521,30 US-Dollar je Feinunze, ein Minus von 0,50 Prozent auf Tagesbasis. Seit dem 52-Wochen-Hoch bei 5.450 Dollar im Januar hat das Edelmetall rund 17 Prozent verloren. Die Juni-Futures gaben am Morgen um 29,20 Dollar auf 4.513,30 Dollar nach.
Silber zeigt sich widerstandsfähiger. Es legte um über ein Prozent auf rund 76,65 Dollar zu. Platin handelte bei 1.962 Dollar. Peter Grant von Zaner Metals sieht in einem phasenweise schwächeren Dollar zwar kurzfristige Erholungspotenziale. Die übergeordneten Zinserwartungen bleiben seiner Einschätzung nach jedoch der bestimmende Faktor.
Solange der Markt eine weitere Fed-Straffung einpreist, bleibt Gold unter strukturellem Druck — trotz eines geopolitischen Umfelds, das eigentlich für das Edelmetall sprechen würde.
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