Gold: Schwierige Zeiten angelaufen?
Gold fällt auf rund 4.693 Dollar. Fed-Zinspause und festgefahrene Iran-Gespräche belasten das Edelmetall zusätzlich.

Kurz zusammengefasst
- Gold verliert seit Februar zehn Prozent
- Fed-Sitzung am Mittwoch im Fokus
- Zentralbanken stocken Reserven auf
- ETF-Bestände fallen auf Tiefstand
Knapp 14 Prozent unter dem Januar-Hoch — Gold kämpft gerade an mehreren Fronten. Der Preis rutschte am Montag auf rund 4.693 US-Dollar, belastet von festgefahrenen Iran-Verhandlungen und der Erwartung, dass die US-Notenbank die Zinsen noch lange hochhält.
Diplomatische Sackgasse ohne Ausweg
Teheran bot an, die Blockade der Straße von Hormus zu beenden. Im Gegenzug fordert die iranische Führung einen Aufschub der Atomgespräche. Die USA lehnten ab. Diese Pattsituation stützt zwar die geopolitische Risikoprämie — kurzfristige Anleger nutzten das fehlende Momentum jedoch für Gewinnmitnahmen. Seit Ende Februar hat Gold damit rund 10 Prozent verloren. Silber, Platin und Palladium gaben parallel zwischen 0,7 und 1,4 Prozent nach.
Fed-Entscheidung und Nachfolgedebatte
Am Mittwoch tagt der Offenmarktausschuss. Die Terminmärkte preisen eine Zinspause mit nahezu hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit ein. Zinssenkungen gelten frühestens Mitte 2027 als realistisch. Das hält die Opportunitätskosten für das zinslose Edelmetall hoch.
Hinzu kommt Unsicherheit über die Führung der Fed. Die aktuelle Sitzung könnte die letzte unter Jerome Powell sein. Als möglicher Nachfolger gilt Kevin Warsh. Institutionelle Investoren halten sich zurück, bis klar ist, welchen Kurs eine neu aufgestellte Notenbank einschlägt.
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Zentralbanken kaufen — ETF-Anleger verkaufen
Die physische Nachfrage bleibt robust. Chinas Zentralbank meldete für März einen weiteren Zuwachs der Goldreserven um 160.000 Unzen. Eine Reuters-Umfrage unter Experten sieht die Medianprognose für 2026 bei 4.916 US-Dollar — der höchste Konsensus seit über einem Jahrzehnt.
Das Bild bei den ETFs ist ein anderes. Die Bestände fielen auf ein 4,5-Monats-Tief. Technisch bewegt sich Gold zwischen 4.655 und 4.775 US-Dollar — nach einem Wochenverlust von gut 3 Prozent sucht der Markt nach einer stabilen Basis.
Die Fed-Signale am Mittwoch, vor allem zur Inflationsbekämpfung und zur Nachfolge an der Spitze, dürften den Kurs für das restliche Quartal maßgeblich bestimmen.
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