Gold: SF Holding eröffnet 100-Tonnen-Tresor in Hongkong
Gold fällt unter 4.544 Dollar, während asiatische Nachfrage und Zentralbankkäufe neue Höchststände erreichen.
Kurz zusammengefasst
- Goldkurs fällt unter 50-Tage-Linie
- US-Inflation belastet Zinssenkungshoffnungen
- Hongkong baut massiven Goldtresor
- Zentralbanken kaufen 244 Tonnen Gold
Starker Preisdruck auf der einen Seite, ein massiver Ausbau der physischen Infrastruktur auf der anderen. Beim Goldmarkt klaffen kurzfristige Zinsängste und langfristige Nachfrage derzeit weit auseinander. Anleger nehmen angesichts hartnäckiger US-Inflation Gewinne mit. Asiatische Logistiker rüsten sich derweil für die nächste Phase.
Gold rutschte zum Wochenschluss auf 4.543,60 US-Dollar je Unze ab. Auf Wochensicht verbucht das Edelmetall damit ein Minus von knapp vier Prozent. Durch diesen Rücksetzer fiel der Kurs auch unter den 50-Tage-Durchschnitt.
Auslöser für den Verkaufsdruck sind unerwartet heiße US-Inflationsdaten. Die Großhandelspreise stiegen im April so schnell wie zuletzt im Jahr 2022. Marktteilnehmer preisen Zinssenkungen der Federal Reserve zunehmend aus. Laut CME-Daten rechnen über 97 Prozent der Händler im Juni mit unveränderten Zinsen.
Hongkong baut Edelmetall-Infrastruktur aus
Parallel dazu rückt ein strategisches Projekt in Hongkong in den Fokus. SF Holding, Chinas größter Expresszusteller, plant nahe dem Flughafen einen neuen Goldtresor. Die Anlage soll im Oktober eröffnen. Sie bietet Kapazitäten für bis zu 100 Tonnen Edelmetall.
Hongkong positioniert sich damit offensiv als globales Handelszentrum für physisches Gold. Die Stadtverwaltung wirbt bereits gezielt bei asiatischen Zentralbanken für die Teilnahme an ihrem eigenen Clearingsystem.
Zentralbanken und ETFs kaufen massiv
Das asiatische Infrastrukturprojekt stützt sich auf harte Nachfragedaten. Gold-ETFs in Asien verzeichneten im April den achten Monat in Folge Nettomittelzuflüsse. Weltweit flossen den Fonds in diesem Monat 6,6 Milliarden US-Dollar zu.
Auch die Notenbanken greifen weiter zu. Im ersten Quartal summierten sich die weltweiten Nettokäufe der Zentralbanken auf 244 Tonnen. Die globale Gesamtnachfrage nach dem Edelmetall erreichte in diesem Zeitraum ein Rekordvolumen von fast 200 Milliarden US-Dollar.
Geopolitik treibt Inflation
Ein Haupttreiber der aktuellen Inflationssorgen bleibt der Nahe Osten. Die Blockade der Straße von Hormuz beeinträchtigt den globalen Energiehandel schwer. US-Präsident Trump kündigte an, die Seeblockade gegen den Iran bis zu einem neuen Nuklearabkommen aufrechtzuerhalten.
In der neuen Handelswoche stehen die nächsten richtungsweisenden Termine an. Am 20. Mai veröffentlicht die US-Notenbank ihr jüngstes Sitzungsprotokoll, gefolgt von neuen Einkaufsmanagerindizes für Industrie und Dienstleistungen am Donnerstag. Den Abschluss bilden am Freitag die US-Inflationserwartungen der Universität Michigan.
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