Gold: Sicherer Hafen unter Beschuss

Der Goldpreis erlebte die schlechteste Woche seit sechs Jahren, getrieben von Fed-Signalen, einem starken Dollar und Liquidationsdruck, während die physische Nachfrage stabil bleibt.

Andreas Sommer ·
Goldpreis LBMA Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Fed-Signale und heiße Inflationsdaten belasten Gold
  • Starke Dollar und steigende Renditen als Gegenwind
  • Physische Nachfrage hält trotz Futures-Absturz stand
  • Technische Unterstützungszonen bei 4.360 Dollar im Fokus

Gold hat in der vergangenen Woche eine seiner schlechtesten Wochenperformances seit sechs Jahren hingelegt – ausgerechnet in einem Umfeld eskalierender geopolitischer Spannungen. Das Edelmetall verlor über 7% und durchbrach dabei die psychologisch wichtige Marke von 5.000 Dollar. Wer auf den klassischen Reflex „Krise = Gold steigt“ gesetzt hatte, wurde enttäuscht.

Drei Faktoren, ein Absturz

Der Auslöser kam von der US-Notenbank. Die Fed hielt die Zinsen in der Woche auf dem Niveau von 3,5 bis 3,75 Prozent und signalisierte über den aktualisierten Dot Plot nur noch eine einzige Zinssenkung für das Gesamtjahr 2026 – zuvor waren zwei erwartet worden. Gleichzeitig fiel der Erzeugerpreisindex für Februar mit +0,7% heißer aus als erwartet, was die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen auf 4,2% trieb und den Dollar in Richtung 99,9 beförderte. Für Gold, das keine Zinsen abwirft, sind das direkte Gegenwindfaktoren.

Hinzu kamen steigende Ölpreise infolge des Nahostkonflikts, die Inflationsängste neu entfachten und die hawkishe Haltung der Zentralbanken weiter zementierten. Erhöhte Margin-Anforderungen bei Metallfutures lösten Zwangsliquidationen aus und verstärkten den Abwärtsdruck in einem sich selbst beschleunigenden Zyklus.

Dilin Wu, Research Strategist bei Pepperstone, beschreibt die Bewegung als „Zusammentreffen von Faktoren – großangelegte Liquidationen, eine hawkishe Verschiebung der Fed-Erwartungen und ein stärkerer Dollar“ – und wertet sie als Preisanpassung, nicht als Trendwende.

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Physischer Markt hält stand

Bemerkenswert: Während die Futures-Märkte unter Druck gerieten, blieben die physischen Goldprämien erhöht. Die Nachfrage von Sammlern, Juwelieren und institutionellen Käufern zeigte sich stabil. Der physische Markt erzählt damit eine andere Geschichte als die Terminbörsen.

Technisch gesehen liegt die nächste relevante Unterstützungszone bei rund 4.360 Dollar, gefolgt vom 200-Tage-EMA bei 4.200 Dollar – der Trennlinie zwischen Bullen- und Bärenmarkt. Ein nachhaltiger Bruch darunter würde den Weg bis in Richtung 3.500 Dollar öffnen, dem Ausgangspunkt der gesamten Rally 2025/2026.

Ausblick: Makrodaten im Fokus

In der kommenden Woche rücken die US-PMI-Daten für März sowie die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den Mittelpunkt. Analysten sehen die aktuelle Korrektur als liquiditäts- und hebelgetriebenes Phänomen, nicht als fundamentale Neubewertung. Zentralbanken kaufen seit drei Jahren in Folge mehr als 1.000 Tonnen Gold jährlich – dieser strukturelle Rückenwind bleibt intakt und dürfte den langfristigen Aufwärtstrend stützen.

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