Gold: SPDR verliert 5,5 Milliarden, Zentralbanken kaufen
Trotz massiver Abflüsse aus Gold-ETFs stützen Zentralbanken den Kurs. Die US-Zinspolitik bleibt der größte Bremsfaktor für das Edelmetall.

Kurz zusammengefasst
- Goldpreis hält sich bei 4.740 Dollar
- Rekordabflüsse aus SPDR Gold Shares
- Notenbanken kaufen 244 Tonnen im Quartal
- Fed-Zinspolitik belastet Gold-Rally
Starke Nachfrage, schmelzende Bestände und flüchtende Investoren — am Goldmarkt klaffen Realität und Stimmung derzeit weit auseinander. Während institutionelles Kapital in Milliardenhöhe aus börsennotierten Goldprodukten abfließt, greifen Zentralbanken unbeeindruckt zu. Das Edelmetall hält sich in diesem Spannungsfeld erstaunlich robust.
Aktuell notiert die Feinunze bei rund 4.740 US-Dollar und verbucht auf Wochensicht ein spürbares Plus. Parallel dazu verliert der weltgrößte Gold-ETF, SPDR Gold Shares, massiv an Volumen. Seit Jahresbeginn summierten sich die Nettoabflüsse hier auf 5,5 Milliarden US-Dollar.
Zentralbanken stützen den Markt
Den Verkäufen der ETF-Anleger steht eine aggressive Nachfrage von staatlicher Seite gegenüber. Im ersten Quartal kauften die Notenbanken weltweit netto 244 Tonnen Gold. Besonders die chinesische Zentralbank baut ihre Reserven konsequent aus. Sie meldete zuletzt den siebzehnten monatlichen Zukauf in Folge.
Diese physische Kauflust hinterlässt Spuren in den Lagerhäusern. An der Rohstoffbörse COMEX schrumpften die Goldbestände seit Januar um fast ein Fünftel. Der Gesamtbestand fiel auf gut 29 Millionen Unzen. Die physische Deckungsquote bleibt mit 77 Prozent allerdings auf einem komfortablen Niveau.
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Zinspolitik bremst die Rally
Der zentrale Gegenwind für das Edelmetall kommt weiterhin von der US-Notenbank. Die Fed hält den Leitzins unverändert in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent. Weil der Arbeitsmarkt stabil bleibt, preisen die Geldmärkte für das laufende Jahr gar keine Zinssenkung mehr ein. Hohe Realrenditen machen das zinslose Gold für institutionelle Anleger strukturell weniger attraktiv.
Unterdessen sorgen geopolitische Entwicklungen für kurzfristige Bewegung. Optimismus rund um ein mögliches US-iranisches Friedensabkommen stützte den Kurs zuletzt. Am Terminmarkt positionieren sich Spekulanten derweil wieder etwas optimistischer, auch wenn die Grundstimmung defensiv bleibt.
Am morgigen Dienstag steht der US-Verbraucherpreisindex für April auf der Agenda. Diese Inflationsdaten liefern den nächsten harten Impuls für den Zinspfad der Fed. Fällt die Teuerung unerwartet hoch aus, dürfte der Abfluss aus den zinssensiblen Gold-ETFs weiter an Fahrt gewinnen.
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