Gold: Spekulation oder Fakt?
Tokenisiertes Gold verzeichnet im ersten Quartal 2026 ein Handelsvolumen von 90,7 Milliarden US-Dollar und übertrifft damit das gesamte Vorjahresvolumen.

Kurz zusammengefasst
- Rekordvolumen von 90,7 Milliarden Dollar
- Marktkapitalisierung steigt um 30 Prozent
- Physische Goldnachfrage erreicht 398 Tonnen
- Gold-ETFs verzeichnen deutliche Abflüsse
Physisches Gold schwächelt in den Portfolios der ETF-Anleger. Die digitale Variante erlebt hingegen einen historischen Ansturm. Das Handelsvolumen von tokenisiertem Gold erreichte im ersten Quartal 90,7 Milliarden US-Dollar. Damit übertrifft der Sektor in drei Monaten das gesamte Jahresvolumen von 2025.
Flucht in Real-World-Assets
Krypto-Händler suchen den sicheren Hafen. Sie finden ihn über goldgedeckte Token wie PAX Gold und Tether Gold. Diese beiden Assets dominierten zuletzt den Spothandel. Die Tokenisierung löst klassische Probleme des physischen Besitzes. Lagerkosten und starre Handelszeiten entfallen.
Die Marktkapitalisierung der Gold-Token wuchs im Auftaktquartal um 30 Prozent. Parallel dazu registrierte das Netzwerk über 44.500 neue Wallets. Ein Rekordwert. Makroökonomische Unsicherheit treibt diesen Trend. Anleger fliehen vor Inflation und geopolitischen Spannungen.
Physischer Markt sendet gemischte Signale
Der klassische Goldmarkt wandelt sich derweil. Physische Barren bleiben extrem gefragt. Die Nachfrage sprang im letzten Quartal auf den Rekordwert von rund 398 Tonnen.
Gold-ETFs bluten dagegen aus. Sie sammelten lediglich 62 Tonnen frisches Kapital ein. Das entspricht einem massiven Einbruch gegenüber dem Vorjahr. Der World Gold Council sieht den Grund in starken Abflüssen bei US-Fonds.
Kursziele und Zinsdruck
An der Börse kostet die Feinunze aktuell 4.629,90 US-Dollar. Seit Jahresbeginn steht damit ein Plus von gut sechs Prozent auf der Tafel.
Der Kurs sucht kurzfristig nach Richtung. Er notiert derzeit unter seinem mittelfristigen Durchschnitt von rund 4.833 US-Dollar. Analysten von Goldman Sachs blicken weiter nach vorn. Sie rufen ein Kursziel von 5.400 US-Dollar aus.
Die Experten warnen vor kurzfristigen Rücksetzern. Eine Korrektur an den Aktienmärkten könnte Anleger zu Notverkäufen bei Gold zwingen. Langfristig stützen drei Faktoren den Preis:
- Käufe der Zentralbanken
- Eine Normalisierung der spekulativen Positionen
- Erwartete Zinssenkungen der US-Notenbank
Die Zinswende lässt allerdings auf sich warten. Marktteilnehmer preisen eine Zinssenkung im Juni aktuell mit einer Wahrscheinlichkeit von nur fünf Prozent ein. Solange die Notenbanken zögern, dürfte die Flucht in tokenisiertes Gold als flexible Alternative weitergehen.
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