Gold: Sprung über 4.160 US-Dollar
Gold überspringt dank möglicher Hormus-Einigung die 4.160-Dollar-Marke. Ölpreis fällt, Fed-Zinserwartungen sinken, Analysten sehen Trendwende.

Kurz zusammengefasst
- Goldpreis überwindet 4.160 Dollar
- Katar vermittelt im Hormus-Konflikt
- Ölpreis fällt um sieben Prozent
- Analysten erwarten nachhaltige Trendwende
Gold springt am Mittwoch über die Marke von 4.160 US-Dollar. Der Auslöser: Hoffnung auf eine diplomatische Lösung für die Straße von Hormus. Der Kurs legt binnen eines Tages um mehr als zwei Prozent zu.
Katar vermittelt zwischen den USA und dem Iran
Der Vermittler Katar hat einen konkreten Vorschlag zur Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs ausgearbeitet. USA, Iran und Oman stehen offenbar kurz vor einer formalen Einigung. Eine offizielle Verkündung könnte noch am selben Tag erfolgen.
US-Finanzminister Scott Bessent zeigt sich zuversichtlich. Er erwartet eine baldige Stabilisierung der Region. Genau diese Aussicht nimmt den Märkten die Sorge vor einer langen Blockade der globalen Energieversorgung.
Ölpreis bricht ein, Fed-Erwartungen kippen
Die diplomatischen Fortschritte drücken sofort auf den Ölpreis. WTI-Öl fällt um rund sieben Prozent auf etwa 78 US-Dollar. Sinkende Energiekosten dämpfen die weltweiten Inflationserwartungen deutlich.
Die Fed-Erwartungen der Marktteilnehmer ändern sich daraufhin spürbar. Aktuell preisen die Märkte bis Jahresende nur noch eine Zinserhöhung ein. In der Vorwoche rechneten Investoren noch mit zwei Schritten.
Sinkende Anleiherenditen und ein schwächerer Dollar machen Gold attraktiver. Das Edelmetall wirft zwar keine Zinsen ab, gewinnt aber als Absicherung an Reiz.
Analysten sehen Ausbruch aus der Seitwärtsphase
Gold verlässt mit dem heutigen Sprung eine mehrwöchige Seitwärtsphase. Analysten von stock3 sehen darin ein mögliches Signal für eine nachhaltige Trendwende. Zuvor hatte sich der Kurs mehrfach an der Marke von 4.000 Dollar stabilisiert.
Die Deutsche Bank bleibt vorsichtig und taxiert ihr Jahresendziel auf 4.600 US-Dollar. RBC Capital Markets sieht dagegen deutlich mehr Potenzial. Die Analysten erwarten bis 2027 einen Anstieg auf 5.300 US-Dollar.
Zentralbanken stützen den Preis zusätzlich. Polen, Usbekistan und China zählten zuletzt zu den größten Käufern.
Kurz gesagt: Die Nachfrage nach Gold bleibt breit abgesichert. Sollte sich das Hormus-Abkommen wie angekündigt noch heute bestätigen, dürfte der Kurs seine Aufwärtsdynamik zunächst behalten.
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