Gold: Technische Erholung auf dem Prüfstand

Nach einem Absturz um fast 20 Prozent erholt sich der Goldpreis leicht. Massive Kapitalabflüsse aus Gold-ETFs und die Zinspolitik der Fed bleiben jedoch zentrale Belastungsfaktoren.

Dr. Robert Sasse ·
Goldpreis LBMA Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Starke Gegenbewegung nach wochenlangem Abgabedruck
  • ETF-Abflüsse erreichen höchsten Stand seit 13 Jahren
  • Fed-Zinspolitik erhöht Opportunitätskosten für Gold
  • Charttechnische Signale bleiben widersprüchlich

Nach wochenlangem Abgabedruck zeigt der Goldpreis heute eine spürbare Gegenbewegung. Spot-Gold notiert bei rund 4.571 Dollar je Unze — ein Tagesplus von knapp 98 Dollar. Die Erholung kommt, nachdem das Edelmetall vom Allzeithoch bei 5.586 Dollar Ende Januar bis auf unter 4.500 Dollar abgerutscht war: ein Minus von fast 20 Prozent in nur 36 Handelstagen.

ETF-Abflüsse als Belastungsfaktor

Der Hauptgrund für den vorausgegangenen Ausverkauf liegt nicht in einem einzelnen Ereignis, sondern in einer strukturellen Kapitalflucht institutioneller Anleger. Der SPDR Gold Shares ETF verzeichnete im März die stärksten monatlichen Abflüsse seit 13 Jahren — über 44 Tonnen Gold, entsprechend einem Rückgang des Marktwerts um knapp 30 Milliarden Dollar. Auch der iShares Gold Trust verlor allein in der vergangenen Woche 1,6 Milliarden Dollar.

Hinter dieser Bewegung steckt die Haltung der US-Notenbank. Die Fed hält das Leitzinsband unverändert bei 3,5 bis 3,75 Prozent und erhöhte gleichzeitig ihre Inflationsprognose auf 2,7 Prozent beim PCE-Index. Das CME FedWatch Tool zeigt eine 51-prozentige Wahrscheinlichkeit, dass die Zinsen bis Jahresende unverändert bleiben. Für Gold, das keine laufenden Erträge abwirft, bedeuten höhere Realzinsen schlicht höhere Opportunitätskosten — die 10-jährige reale US-Treasury-Rendite kletterte zuletzt auf 1,87 Prozent.

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Technische Lage bleibt fragil

Das charttechnische Bild sendet widersprüchliche Signale. Positiv: Der RSI fiel unter 30 und signalisiert damit überverkaufte Bedingungen — historisch ein Hinweis auf mögliche Gegenbewegungen. Zudem hält der Preis aktuell über der Unterstützungszone bei 4.555 bis 4.560 Dollar.

Auf der anderen Seite hat Gold den seit August etablierten Aufwärtstrend gebrochen, und ein sich abzeichnendes Death Cross zwischen dem 20- und 50-Tage-Durchschnitt trübt das mittelfristige Bild. Der nächste relevante Widerstand liegt bei 4.687 Dollar, gefolgt von 4.818 Dollar. Hält die Unterstützung bei 4.555 Dollar nicht, rückt der 200-Tage-Durchschnitt bei 4.230 Dollar als nächste Auffanglinie ins Blickfeld.

Die Wochendaten liefern den nächsten Stresstest: US-Beschäftigungsdaten, Flash-PMIs und Kommentare von Fed-Vertretern könnten die Renditen weiter treiben — oder bei schwächeren Zahlen den Rebound stützen. Ein Reuters-Poll von 30 Analysten sieht den medianen Goldpreis für 2026 bei 4.746 Dollar je Unze — dem höchsten jährlichen Konsens in der Geschichte dieser Umfrage seit 2012.

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