Gold: UBS kappt Prognose um 400 Dollar
Die UBS korrigiert ihre Gold-Prognose um 400 Dollar nach unten. Starker Dollar und hohe Zinsen belasten, geopolitische Risiken stützen den Preis.

Kurz zusammengefasst
- UBS reduziert Gold-Kursziel auf 5.500 Dollar
- Starker Dollar und Zinserhöhungen bremsen Nachfrage
- Geopolitische Spannungen stützen Gold als sicherer Hafen
- Gold in Euro gerechnet seit Jahresbeginn im Plus
Der Goldpreis stabilisiert sich knapp unter 4.500 US-Dollar — nach einem schwachen Wochenstart. Die UBS hat ihre Jahresendzielmarke für 2026 deutlich nach unten korrigiert. Hohe Zinsen und ein starker Dollar machen dem Edelmetall zu schaffen.
UBS kappt Prognose um 400 Dollar
Die Schweizer Großbank senkte ihr Kursziel für Ende 2026 von 5.900 auf 5.500 US-Dollar. Begründung: das anhaltend hohe Zinsniveau und die Stärke des Greenbacks. Grundsätzlich optimistisch bleibt die Bank trotzdem — der langfristige Aufwärtstrend sei intakt.
Der Dollar-Index DXY bewegt sich derzeit bei rund 99 Punkten. Ein fester Dollar verteuert Gold für Käufer außerhalb des Dollar-Raums. Das bremst die Nachfrage. Marktteilnehmer sehen inzwischen eine Wahrscheinlichkeit von über 50 Prozent für eine weitere Fed-Zinserhöhung im Dezember — das stützt den Dollar zusätzlich.
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Geopolitik verhindert stärkere Verluste
Dem Gegenwind aus dem Währungsbereich stehen ernste Krisenherde entgegen. Die Ukraine meldet schwere russische Luftangriffe auf Kiew und Dnipro. Im Nahen Osten verschärfen israelische Militäroperationen im Libanon die Lage — trotz bestehender Waffenruhen. Verzögerungen bei einem möglichen Rahmenabkommen mit dem Iran kommen hinzu.
Diese Risiken halten die Nachfrage nach Gold als sicherem Hafen aufrecht. In Euro gerechnet liegt das Edelmetall seit Jahresbeginn rund 11 Prozent im Plus. Gold bewegt sich damit in einem klassischen Spannungsfeld: Krisenschutz auf der einen Seite, hohe Opportunitätskosten durch reale Zinsen auf der anderen.
Das UBS-Kursziel von 5.500 Dollar impliziert vom aktuellen Niveau aus noch immer ein Aufwärtspotenzial von rund 22 Prozent — vorausgesetzt, die geopolitischen Risiken bleiben bestehen und die Fed dreht nicht weiter an der Zinsschraube.
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