Gold: Wachstumsanalyse bleibt konstant

Während der Goldpreis nach einer volatilen Phase rund 5 Prozent unter seinem Allzeithoch notiert, liefern Zentralbanken weltweit das stärkste Argument für eine strukturell hohe Nachfrage: Sie kaufen — und zwar unabhängig vom Preisniveau.
23 Monate ohne Pause
Globale Zentralbanken erwarben im Februar netto 19 Tonnen Gold. Es war der 23. Monat in Folge mit Nettokäufen. Allein Polen stockte seine Reserven um 20 Tonnen auf 570 Tonnen auf — das entspricht rund 31 Prozent der gesamten polnischen Devisenreserven. Die Tschechische Nationalbank verzeichnet bereits ihren 36. aufeinanderfolgenden Monat mit Käufen, China seinen 16.
Besonders bemerkenswert ist die geografische Ausweitung dieser Nachfrage. Die Bank of Korea kündigte an, ab dem ersten Quartal 2026 erstmals seit 2013 wieder goldbezogene Investments in ihre Reserven aufzunehmen. Malaysia zeigte ebenfalls erneutes Interesse. Selbst Uganda führte ein inländisches Goldkaufprogramm ein. Die Käuferbasis wächst — das ist strukturell bedeutsam.
Inflation bremst die Zinshoffnung
Gegenwind kommt aus Washington. Der US-Konsumentenpreisindex für März sprang auf eine Jahresrate von 3,3 Prozent — nach 2,4 Prozent im Februar, der höchste Wert seit Mai 2024. Die Märkte preisen derzeit nur noch eine 30-prozentige Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung im Dezember ein. In einem anhaltenden Hochzinsumfeld büßt Gold durch seine fehlende Rendite an Attraktivität ein.
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Im physischen Markt ist das Bild gespalten: Indiens Nachfrage zog vor einem wichtigen Fest leicht an, während sich die Prämien in China verengten und die Einzelhandelsnachfrage nachließ.
Ambitionierte Kursziele für 2026
Trotz des makroökonomischen Gegenwinds bleiben große Banken bullisch. Goldman Sachs hat sein Kursziel für Ende 2026 auf 5.400 US-Dollar je Unze angehoben und nennt als Treiber die anhaltende Diversifikation durch Zentralbanken sowie Inflationsrisiken aus der geopolitischen Lage. UBS erwartet für 2026 Zentralbankkäufe von 800 bis 850 Tonnen — etwas weniger als im Vorjahr, aber weit über dem Vorkrisenniveau von 400 bis 500 Tonnen jährlich. J.P. Morgan rechnet mit rund 755 Tonnen.
Das Bild für Gold bleibt zweigeteilt: strukturell starke institutionelle Nachfrage auf der einen Seite, ein hartnäckig hohes Zinsniveau auf der anderen. Ob der Preis den Weg in Richtung 5.400 US-Dollar findet, hängt maßgeblich davon ab, wann — und ob — die Fed tatsächlich zu Zinssenkungen ansetzt.
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