Gold: Wahlsieg der Demokraten lockt Käufer
Politische Blockaden schwächen den Dollar, während Zentralbanken ihre Goldreserven im dritten Quartal um 321 Tonnen ausbauen.

Kurz zusammengefasst
- Gold notiert bei rund 4.040 Dollar
- US-Dollar verliert gegenüber zehn Leitwährungen
- Zentralbanken kaufen 321 Tonnen Gold
- Preis liegt drei Prozent über Vortag
Die Zwischenwahlen in den USA bewegen die Rohstoffmärkte. Gold springt am Mittwoch über die psychologisch wichtige Marke von 4.000 Dollar und lässt die Korrektur der vergangenen Wochen hinter sich. Treiber ist die Aussicht auf politischen Stillstand in Washington.
Geteilte Macht, schwächerer Dollar
Die Demokraten sicherten sich nach den bisherigen Ergebnissen die Mehrheit in beiden Kammern des Kongresses. Donald Trump bleibt Präsident, dürfte seine wirtschaftspolitische Agenda aber nicht mehr ohne Weiteres durchsetzen. Viele Marktteilnehmer rechnen damit, dass Teile der geplanten Steuersenkungen und Ausgaben blockiert werden.
Das belastet den US-Dollar. Die Leitwährung gab am Mittwoch gegenüber allen zehn wichtigen Vergleichswährungen nach. Parallel dazu waren US-Staatsanleihen gefragt, ihre Renditen sanken.
Beides stützt Gold. Ein schwächerer Dollar verbilligt das Edelmetall für Käufer außerhalb des Dollarraums. Niedrigere Zinsen wiederum verringern den Nachteil, dass Gold keine laufenden Erträge abwirft.
Vom Jahrestief zurück über die Marke
Der Preis notiert zuletzt bei rund 4.040 Dollar je Unze, etwa 3 Prozent über dem Vortag. Am 30. Oktober hatte Gold bei 3.870 Dollar noch ein neues 52-Wochentief markiert. Von diesem Niveau hat sich das Metall nun klar gelöst.
Rückenwind kommt zudem von der Nachfrageseite. Die Zentralbanken stockten ihre Reserven im dritten Quartal kräftig auf, wie der World Gold Council meldet. Sie kauften 321 Tonnen. Das liegt deutlich über dem Fünfjahresschnitt und 42 Prozent über dem Vorjahresquartal.
Die staatlichen Käufe gelten seit Längerem als wichtige Stütze des Marktes. Sie liefern einen Boden, selbst wenn Finanzinvestoren Positionen abbauen.
Was jetzt zählt
Die Rückeroberung der 4.000-Dollar-Marke ist ein technischer Erfolg, mehr noch nicht. Hält Gold diese Schwelle auch bei nachlassender Wahleuphorie, bliebe das Tief vom 30. Oktober bei 3.870 Dollar als Referenz für die jüngste Korrektur. Fällt der Preis dagegen zurück unter 4.000 Dollar, hätte die Erholung zunächst nur ein kurzes Zwischenspiel hinter sich.
Stand heute, 4. November: Gold – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in Gold investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 4. November gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.