Goldpreis LBMA: 4.667 Dollar auf Iran-Blockade
Stockende US-Iran-Gespräche und steigende Ölpreise drücken den Goldkurs unter 4.700 Dollar. Hohe Inflationserwartungen schüren Zinsängste.
Kurz zusammengefasst
- Gold fällt auf 4.667 Dollar
- Ölpreis steigt auf 109 Dollar
- Fed-Zinssenkungen rücken in Ferne
- US-Inflationsdaten als nächster Impuls
Geopolitische Krisen treiben normalerweise den Goldpreis. Aktuell passiert das Gegenteil. Die ins Stocken geratenen Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran schicken das Edelmetall auf Talfahrt. Ein toxischer Mix aus teurem Öl und Zinsängsten verdirbt den Anlegern den Wochenstart.
Am Montagmorgen rutschte die Feinunze am europäischen Spotmarkt auf 4.667 US-Dollar ab. Das entspricht einem spürbaren Abschlag gegenüber dem Freitagsschluss. Damit endet eine mehrtägige Gewinnserie abrupt. Zuvor hatte der Kurs im asiatischen Handel bereits die Marke von 4.700 Dollar gerissen.
Teures Öl blockiert Zinssenkungen
Der Auslöser für den Preisrutsch liegt am Persischen Golf. Die Straße von Hormus bleibt weitgehend geschlossen. Donald Trump wies am Wochenende iranische Verhandlungsvorschläge als inakzeptabel zurück. Daraufhin kletterte der Ölpreis zeitweise auf knapp 109 US-Dollar je Barrel.
Die Folge: Steigende Energiekosten heizen die Inflationserwartungen massiv an. Marktbeobachter rechnen damit, dass die Kerninflation in den USA nahe der Drei-Prozent-Marke verharrt. Das liegt weit über dem Ziel der US-Notenbank Fed.
Entsprechend preist der Markt weitere Zinssenkungen aus. Laut CME Group erwarten fast 96 Prozent der Akteure unveränderte Zinsen im Juni. Hohe Zinsen machen den US-Dollar und Staatsanleihen attraktiver. Das zinslose Gold gerät dadurch ins Hintertreffen.
Ein weiteres Detail bremst die Stimmung. Chinas Goldproduktion sank im ersten Quartal. Sicherheitsinspektionen zwangen einige Schmelzbetriebe zu ungeplanten Wartungspausen.
Wichtige Daten stehen an
Technisch testet das Edelmetall nun wichtige Auffanglinien. Die 200-Perioden-Linie bei 4.675 US-Dollar bietet eine erste Unterstützung nach unten. Nach oben blockiert ein massiver Widerstand bei 4.760 US-Dollar den Weg.
In den kommenden Tagen bestimmen makroökonomische Daten die Richtung. Der Fokus liegt auf dem US-Terminkalender:
- 12. Mai: Verbraucherpreisindex (VPI) für April
- 13. Mai: Erzeugerpreisindex (EPI) für April
- 14. Mai: Wöchentliche Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe
Der US-Inflationsbericht am Dienstag liefert den nächsten harten Impuls. Fällt die Teuerung höher aus als erwartet, droht dem Goldpreis weiterer Verkaufsdruck. Langfristig bleiben Analysten jedoch optimistisch. Das Rohstoffteam von Goldman Sachs hält an seinem Kursziel von 5.400 US-Dollar bis Ende 2026 fest. Die Experten setzen auf anhaltende Zentralbankkäufe und eine spätere Zinswende.
Goldpreis LBMA: Kaufen oder verkaufen?! Neue Goldpreis LBMA-Analyse vom 11. Mai liefert die Antwort:
Die neusten Goldpreis LBMA-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Goldpreis LBMA-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 11. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Goldpreis LBMA: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...