GoPro Aktie: Eigenkapital negativ, Zahlungsunfähigkeit droht
GoPro meldet erhebliche Zweifel an der Fortführung des Geschäfts. Umsatzrückgang und negatives Eigenkapital verschärfen die Krise.

Kurz zusammengefasst
- Management zweifelt an Unternehmensfortführung
- Umsatz bricht um 26 Prozent ein
- Stellenabbau von 23 Prozent geplant
- Suche nach Käufer als Rettungsoption
Die Lage bei GoPro ist ernst. Nach Vorlage der Quartalszahlen für das erste Quartal 2026 müssen Anleger eine deutliche Warnung verdauen: Das Management äußert „erhebliche Zweifel“ an der Fortführungsfähigkeit des Unternehmens innerhalb der nächsten zwölf Monate. Der Aktienkurs notiert bei rund einem Euro, die Marktkapitalisierung liegt unter 200 Millionen Dollar – ein Bruchteil früherer Werte.
Bilanz kippt ins Minus
Erstmals übersteigen die Verbindlichkeiten die Vermögenswerte. Das Eigenkapital ist negativ, mit minus 1,9 Millionen Dollar. Der Umsatz fiel auf 99,1 Millionen Dollar – ein Rückgang um 26,2 Prozent zum Vorjahresquartal. Der Nettoverlust weitete sich auf 80,8 Millionen Dollar aus. Darin enthalten ist eine Sonderbelastung von 24,5 Millionen Dollar für Komponentenabnahmeverpflichtungen und explodierende Speicherkosten (Preisanstieg 80 bis 115 Prozent).
Die liquiden Mittel sanken auf 40,7 Millionen Dollar. Dem stehen Schulden von 99,9 Millionen Dollar gegenüber. Sämtliche Kreditlinien und Wandelanleihen wurden in kurzfristige Verbindlichkeiten umgestuft – ein klares Signal der Banken. Zwar sicherte sich GoPro eine Ausnahmegenehmigung für bestimmte Deckungsquoten, doch ohne frisches Kapital oder einen strategischen Deal droht die Zahlungsunfähigkeit.
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Restrukturierung mit Stellenabbau
Der Verwaltungsrat hat ein umfassendes Sanierungsprogramm gebilligt. Weltweit werden rund 145 Stellen gestrichen – etwa 23 Prozent der Belegschaft. Die Entlassungen sollen bis Jahresende abgeschlossen sein. Die Kosten dafür beziffert das Unternehmen auf 11,5 bis 15,0 Millionen Dollar für Abfindungen und Gesundheitsleistungen.
Gleichzeitig sucht GoPro neue Geschäftsfelder. Der Fokus soll künftig auf professioneller Hochleistungsfotografie liegen, ergänzt durch Aktivitäten in den Bereichen Verteidigung und Luftfahrt. Das Abo-Geschäft stagniert indes: Der Umsatz blieb mit 27 Millionen Dollar flach, die Zahl der Abonnenten sank um acht Prozent auf 2,26 Millionen.
Übernahme als Rettungsanker?
In Analystenkreisen wächst die Überzeugung, dass GoPro ohne Käufer nicht überleben wird. Der Markenname und das Patentportfolio könnten für größere Techkonzerne oder spezialisierte Wettbewerber attraktiv sein. Die Hauptversammlung ist für Juni 2026 anberaumt. Dann stimmen die Aktionäre über eine Aufstockung des Aktienoptionsplans um 13 Millionen Papiere ab – ein Baustein, um Führungskräfte an Bord zu halten, während die strategische Prüfung läuft.
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