Graphite One Aktie: Alaska-Genehmigung Ende September
Trotz eines Kursrückgangs von fast 47 Prozent verteilt Graphite One Millionen Aktien an Führungskräfte und treibt die US-Graphitproduktion voran.

Kurz zusammengefasst
- Management erhält Millionen Aktienpakete
- Fabrikbau in Ohio schreitet voran
- Entscheidung über Alaska-Projekt im September
- Aktie bleibt unter 200-Tage-Linie
Die Aktie von Graphite One liegt seit Jahresbeginn fast 47 Prozent im Minus. Das Management plant trotzdem den großen Wurf und sichert sich umfangreiche Aktienpakete. Der Aufbau einer US-eigenen Graphit-Lieferkette geht nun in die nächste Phase.
Boni für das Management
Ende Juni bestätigten die Aktionäre den gesamten Vorstand im Amt. Parallel dazu stimmten sie einem erweiterten Vergütungsplan zu. Das Board of Directors verteilte daraufhin rund 2,8 Millionen erfolgsabhängige Aktien an das Top-Management. Dieselbe Menge floss als gesperrte Anteilsscheine. Ein externer Berater erhielt eine weitere Million dieser Papiere.
Fortschritte in Ohio
Abseits der Personalien treibt das Unternehmen seine Fabrik im Bundesstaat Ohio voran. Neue Verträge mit Spezialfirmen leiten die Detailplanung ein. Das Ziel: Vollständige Unabhängigkeit der USA von ausländischen Graphit-Importen. Im vierten Quartal 2027 startet die erste Ausbaustufe. Sie umfasst eine Jahreskapazität von 10.000 Tonnen aktiven Anodenmaterials.
Ein Jahr später folgt Phase zwei. Dann plant Graphite One die Produktion von 25.000 Tonnen synthetischem Graphit. Die ersten Bodenbohrungen auf dem Bauplatz in Conneaut sind bereits abgeschlossen.
Warten auf den September
An der Börse fassen Anleger nur zögerlich wieder Mut. Zum Wochenschluss am Freitag kletterte der Kurs leicht auf 0,63 Euro. Kurzfristig zeigt der Trend nach oben. Langfristig bleibt das Bild trüb. Die Aktie notiert fast 26 Prozent unter ihrer 200-Tage-Linie.
Der Markt wartet nun auf eine zentrale Weichenstellung. Ende September entscheidet das zuständige US-Pionierkommando über die Umweltgenehmigungen für das Graphite-Creek-Projekt in Alaska. Ein grünes Licht der Behörden würde den Weg für den Abbau freimachen. Bis zu diesem Termin bleibt das Papier hochspekulativ.
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