Graphite One Aktie: Nächste Verwässerung droht
Graphite One steht vor einer weiteren Verwässerung durch Aktienumwandlungen, während gleichzeitig entscheidende Genehmigungsverfahren in Alaska laufen und die Finanzierung auf milliardenschwere Kredite angewiesen ist.

Kurz zusammengefasst
- Aktienverwässerung durch fällige Restricted Stock Units
- Entscheidende Genehmigungsanhörungen in Alaska laufen
- Finanzierung hängt von milliardenschweren EXIM-Krediten ab
- Potenzial durch Seltene Erden in der Lagerstätte
Für Graphite One bricht eine entscheidende Woche an. Während in Alaska die wichtigen Anhörungen für die Minengenehmigung laufen, braut sich an der Börse neuer Druck zusammen. Bereits am Dienstag fluten Hunderttausende neue Papiere den Markt und belasten die ohnehin angespannte Finanzierungslage des US-Projekts.
Frische Aktien und steigende Verluste
Am morgigen Dienstag, den 14. April, werden 583.015 sogenannte Restricted Stock Units (RSUs) der Unternehmensführung fällig. Diese wandeln sich in Stammaktien um und erhöhen die Gesamtzahl der ausstehenden Papiere. Für Aktionäre bedeutet das einen weiteren Anteilsverlust, nachdem bereits im Februar eine Kapitalerhöhung über rund 35 Millionen Kanadische Dollar durchgeführt wurde.
Die finanzielle Belastung wächst parallel dazu. Im Geschäftsjahr 2025 verzeichnete das Unternehmen einen Nettoverlust von 9,14 Millionen US-Dollar. Ursächlich dafür waren laut Unternehmensangaben vor allem die gestiegenen Ausgaben für die Projektentwicklung.
Fehlender Schutz und Hürden in Alaska
Der Druck auf die Finanzierung wächst auch von außen. Im März entschied die US-Handelskommission (ITC), keine Zölle auf chinesische Graphitanodenmaterialien zu erheben. Damit entfällt ein wichtiger Preisschutz für heimische Projekte. Graphite One ist nun fast vollständig auf staatlich gestützte Milliardenkredite angewiesen, um das Vorhaben wirtschaftlich zu betreiben.
Gleichzeitig laufen genau jetzt, vom 13. bis 15. April, die öffentlichen Anhörungen der US-Armeeingenieure in Alaska. Es geht um die Sektion-404-Genehmigung für die Nutzung von rund 400 Hektar Wasserressourcen. Eine Besonderheit prägt die Treffen: Auf ausdrücklichen Wunsch lokaler Stammesvertreter darf das Management nur am Termin in Nome teilnehmen. Die Sitzungen in Teller und Brevig Mission finden ausschließlich zwischen Behörden und Anwohnern statt.
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Das Milliarden-Paket als Rettungsanker
Um das Projekt von der Mine in Alaska bis zur geplanten Fabrik in Ohio zu stemmen, lockt eine unverbindliche Absichtserklärung der US-Export-Import-Bank (EXIM). Das Volumen wurde kürzlich massiv auf 2,07 Milliarden US-Dollar aufgestockt. Diese Summe soll etwa 70 Prozent der geschätzten Gesamtkosten decken. Das Management verhandelt derzeit mit fünf nordamerikanischen Investmentbanken über die restlichen 30 Prozent.
Ein potenzieller Joker liegt noch im Boden. Bohrkerne deuten darauf hin, dass die Lagerstätte in Alaska auch schwere Seltene Erden wie Dysprosium und Scandium enthalten könnte. Ein Testprogramm mit einem US-Nationallabor soll 2026 klären, ob eine gemeinsame Förderung möglich ist. Ein positiver Befund würde die Bewertung des gesamten Projekts maßgeblich verändern.
Der Zeitplan für die kommenden Jahre steht bereits fest. Bis zum 29. September 2026 sollen die finalen Genehmigungsentscheidungen der Bundesbehörden fallen. Gelingt die Finanzierung, peilt das Unternehmen den Baubeginn in Alaska für 2027 an. Kurzfristig richten sich die Blicke nun auf den 24. April. An diesem Tag legt Graphite One die aktuellen Finanzergebnisse vor und wird ein Update zum Stand der Bankverhandlungen geben.
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