Green Bridge: Drei Senior-Geologen für Minnesota

Green Bridge Metals bereinigt regulatorische Angaben, verstärkt sein Team und startet neue Bohrungen in Minnesota. Der Aktienkurs zeigt deutliches Momentum.

Dieter Jaworski ·

Kurz zusammengefasst

  • Regulatorische Rücknahme von Angaben
  • Drei neue Führungskräfte ernannt
  • Bohrprogramm für Serpentine geplant
  • Kupfer-Mineralisierung in Titac South

Während viele Juniorexplorer still bleiben, hat Green Bridge Metals in den vergangenen Wochen gleich auf mehreren Ebenen Fakten geschaffen — und musste dabei auch eine unangenehme Lektion in Sachen Kapitalmarktkommunikation hinnehmen.

Regulatorische Bereinigung als Wendepunkt

Die folgenreichste Entwicklung der jüngsten Vergangenheit war kein Bohrerfolg, sondern ein Eingriff der British Columbia Securities Commission. Die Behörde veranlasste das Unternehmen Ende April 2026, bestimmte Angaben öffentlich zurückzuziehen. Betroffen war eine Landingpage einer beauftragten IR-Firma, die inzwischen offline ist und deren Programm eingestellt wurde.

Das Problem: Die Seite hatte wirtschaftliche Potenzialangaben zum Serpentine-Projekt kommuniziert, ohne dass eine vorläufige wirtschaftliche Bewertung vorlag. Außerdem fehlte der Hinweis, dass sämtliche Serpentine-Ressourcen nur als „Inferred“ klassifiziert sind — und eine Bestätigung durch eine qualifizierte Fachperson gemäß NI 43-101 fehlte gänzlich. Investoren wurden ausdrücklich darauf hingewiesen, sich nicht auf die zurückgezogenen Informationen zu stützen.

Für Juniorexplorer ist das eine klassische Falle: Externe IR-Kampagnen versprechen Reichweite, liefern aber manchmal Formulierungen, die regulatorischen Anforderungen nicht standhalten.

Drei neue Köpfe für Minnesota

Am 6. Mai 2026 verkündete das Unternehmen drei strategische Personalentscheidungen. Justin Brown übernimmt als Senior-Geologe und Operations Manager — er bringt sieben Jahre Erfahrung im Duluth-Komplex und mit magmatischen Basismetallsystemen mit. Jay Robbie, ebenfalls Senior-Geologe, hält einen Master in Mineral Exploration von der Colorado School of Mines und kennt die Geologie Minnesotas aus erster Hand. Sam Shahrokhi komplettiert das Trio als Vice President Corporate Development.

Das Timing ist kein Zufall: Beide Explorationsprojekte in Minnesota stehen vor intensiveren Phasen, und internes technisches Know-how soll die Abhängigkeit von externen Beratern reduzieren.

Serpentine und Titac: Zwei Projekte, zwei Zeithorizonte

Das Flaggschiff-Projekt Serpentine im St. Louis County beherbergt eine Mineralressource von rund 280 Millionen Tonnen mit 0,37 % Cu und 0,12 % Ni (Inferred) sowie gut 21 Millionen Tonnen mit 0,46 % Cu (Indicated). Für das zweite Halbjahr 2026 ist ein Phase-1-Bohrprogramm mit sechs bis zehn Diamantbohrlöchern über insgesamt rund 2.000 bis 2.500 Meter geplant. Die Genehmigung von sechs neuen Bohrstandorten läuft derzeit beim Minnesota Department of Natural Resources. Ziel ist eine vorläufige wirtschaftliche Bewertung innerhalb der nächsten 18 Monate.

Beim Titac-South-Projekt ist Phase 1 bereits abgeschlossen. In den ersten drei Bohrlöchern über insgesamt 1.196 Meter zeigte sich sichtbare Chalkopyrit-Mineralisierung — ein optisch vielversprechendes Zeichen für Kupfer. Die Proben sind auf dem Weg ins Labor, Assay-Ergebnisse stehen noch aus. Parallel werden ausgewählte Bohrkerne auf ihre metallurgische Eignung für die TiO₂-Extraktion aus Ilmenit getestet; das Vorkommen weist einen Durchschnittsgehalt von 15 % TiO₂ auf.

Kurs mit Momentum, aber noch weit vom Hoch

An der Frankfurter Börse schloss die Aktie zuletzt bei 0,13 Euro — ein Tagesplus von gut 6 % und ein Wochengewinn von rund 12 %. Auf Jahressicht hat sich der Kurs mehr als verdoppelt, mit einem Plus von über 100 % seit Jahresbeginn. Vom 52-Wochen-Hoch bei 0,22 Euro, das im Februar 2026 erreicht wurde, trennen die Aktie allerdings noch knapp 40 %.

Die nächsten konkreten Kurstreiber liegen auf der Hand: die Laborergebnisse aus Titac South, die zeigen werden, ob die sichtbare Kupfermineralisierung kommerziell relevante Gehalte liefert, sowie die ausstehende DNR-Genehmigung für die Serpentine-Bohrkampagne im zweiten Halbjahr.

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