Green Bridge Metals Aktie: Drei Assays im Juni erwartet

Junior-Explorer Green Bridge Metals erwartet im Juni finale Bohrdaten und eine behördliche Genehmigung für sein Kupfer-Nickel-Projekt.

Eduard Altmann ·
Green Bridge Metals Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Drei ausstehende Assays von Titac South
  • Entscheidung über Serpentine-Genehmigung im Juni
  • US-Kupferzölle als Rückenwind für heimische Projekte
  • Solide Finanzierung für Exploration bis Ende 2026

Zwei Entscheidungen in den nächsten Wochen könnten den Kurs von Green Bridge Metals grundlegend verändern. Noch ausstehende Bohrergebnisse aus dem Titac-South-Programm und ein behördliches Genehmigungsverfahren für das Kupfer-Nickel-Projekt Serpentine in Minnesota stehen kurz vor dem Abschluss. Für eine Junior-Explorationsfirma ist das eine ungewöhnlich dichte Nachrichtenlage.

Titac South: Drei Assays noch offen

Die ersten drei Bohrlöcher des sechslöchrigen Programms haben bereits solide Ergebnisse geliefert. Bohrloch TS26-005 durchteufte 152 Meter mit 0,31 Prozent Kupfer, 13,7 Prozent Titandioxid und 0,15 Prozent Vanadiumoxid. Bohrloch TS26-003 brachte 190 Meter vergleichbarer Mineralisierung — darunter ein 14-Meter-Intervall mit 0,48 Prozent Kupfer.

Alle sechs Bohrlöcher trafen auf Sulfidmineralisierung. Das bestätigt die Kontinuität des Systems.

Die eigentliche Spannung liegt bei den drei noch ausstehenden Assays. Eines der Bohrlöcher ist ein Step-out in Richtung einer bislang ungetesteten geophysikalischen Anomalie. Fällt das Ergebnis positiv aus, könnte sich die bekannte Mineralisierungszone seitlich erheblich ausdehnen. Unabhängige Labore analysieren derzeit die Proben auf Kupfer-, Titan- und Vanadiumgehalt.

Serpentine: Genehmigung erwartet

Das Flaggschiff-Projekt Serpentine wartet auf eine Explorationsgenehmigung des Minnesota Department of Natural Resources. Der Antrag liegt seit Ende April vor. Er umfasst Diamantbohrungen an bis zu zwölf Standorten sowie geophysikalische Untersuchungen. Eine Entscheidung wird bereits im Juni erwartet.

Bei Genehmigung plant das Unternehmen sechs bis zehn Bohrlöcher mit insgesamt bis zu 2.500 Metern — Bohrstart wäre in der zweiten Jahreshälfte. Das Management hat ein vorläufiges wirtschaftliches Assessment innerhalb von 18 Monaten als Ziel ausgegeben.

Serpentine liegt rund 5,5 Kilometer südöstlich von Babbitt im St. Louis County, direkt angrenzend an die NorthMet- und Sunrise-Lagerstätten. Das Projekt trägt bereits eine angezeigte Ressource von 21,6 Millionen Tonnen mit 0,46 Prozent Kupfer sowie eine abgeleitete Ressource von 279,9 Millionen Tonnen mit 0,37 Prozent Kupfer und 0,12 Prozent Nickel.

Makro-Rückenwind durch US-Kupferzölle

Das geopolitische Umfeld spielt dem Unternehmen in die Karten. US-Kupferimporte verdoppelten sich im ersten Quartal auf 533.000 Tonnen — getrieben von Erwartungen, dass Washington noch Ende Juni Zölle auf ausländisches Kupfer einführen könnte. Das steigert das Interesse an heimischen Projekten. Green Bridges Minnesota-Assets passen genau in dieses Bild.

Kurs unter Druck, Kasse solide

Die Aktie notiert bei 0,11 Euro und hat in den vergangenen 30 Tagen rund 14 Prozent verloren. Vom 52-Wochen-Hoch bei 0,23 Euro aus dem Februar ist sie mehr als 50 Prozent entfernt. Der RSI liegt bei 38,9 — nahe am überverkauften Bereich. Seit Jahresbeginn steht dennoch ein Plus von knapp 69 Prozent.

Finanziell ist das Unternehmen gut aufgestellt. Rund 4 Millionen kanadische Dollar in der Kasse reichen aus, um alle geplanten Explorationsarbeiten in Minnesota und Ontario bis Ende 2026 zu finanzieren — ohne neue Kapitalerhöhung. Mit Justin Brown als Senior Geologist und Sam Shahrokhi als VP Corporate Development hat das Unternehmen zuletzt auch personell aufgestockt.

Die nächsten Kursimpulse kommen aus dem Labor und aus dem Genehmigungsbüro in Minnesota — beides voraussichtlich noch im Juni.

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