Heidelberg Materials Aktie: Zukäufe stützen Wachstum
Im dritten Quartal wuchsen Umsatz und Betriebsergebnis; Übernahmen erweitern das Portfolio, während zusätzliche Einsparungen bis 2028 geplant sind.

Kurz zusammengefasst
- Umsatz steigt auf 6,41 Milliarden Euro
- Betriebsergebnis wächst um neun Prozent
- Weitere 300 Millionen Euro Einsparungen geplant
- Maas Group und Cementos Inka übernommen
Heidelberg Materials legt im dritten Quartal kräftig zu und baut zugleich sein Sparprogramm aus. Der Baustoffkonzern bestätigt die Jahresprognose, kündigt aber weitere strukturelle Einschnitte in Europa an.
Zahlen im Rahmen der Prognose
Der Umsatz stieg um zehn Prozent auf 6,41 Milliarden Euro. Das Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs legte um neun Prozent auf 1,28 Milliarden Euro zu. Vorstandschef Dominik von Achten sprach von einer Wachstumsdynamik, die sich gegenüber dem zweiten Quartal nochmals beschleunigt habe. Er hob die starke Entwicklung in Europa und das anhaltende Wachstum in Nordamerika hervor.
Als weitere Treiber nannte er striktes Kosten- und Preismanagement, Produktivitätsgewinne und eine stetige Nachfrageerholung.
Für 2026 erwartet der Konzern weiterhin ein Ergebnis zwischen 3,40 und 3,65 Milliarden Euro. Die Kapitalrendite ROIC soll leicht über zehn Prozent liegen.
Sparprogramm wird verlängert
Die Transformation Accelerator Initiative läuft besser als geplant. Das ursprüngliche Einsparziel von 500 Millionen Euro will das Unternehmen bis Jahresende übertreffen. Nun legt der Vorstand nach: Bis Ende 2028 sollen weitere 300 Millionen Euro hinzukommen, verteilt in etwa gleichen Teilen auf 2027 und 2028.
Der Schwerpunkt verschiebt sich dabei. Neben operativer Exzellenz stehen strukturelle Veränderungen im Vordergrund, vor allem in Europa. Dort belastet ein schwaches Marktumfeld in einigen Ländern das Klinker- und Zementnetzwerk. Im September hatte der Konzern bereits die Schließung des Standorts Ranville in Frankreich angekündigt.
Zukäufe erweitern das Portfolio
Parallel dazu treibt Heidelberg Materials den Zukauf voran. Seit 1. Oktober gehört das Baustoffgeschäft der australischen Maas Group zum Konzern, darunter 43 Steinbrüche. Am selben Tag schloss der Konzern den Einstieg beim peruanischen Unternehmen Cementos Inka ab, an dem er 70 Prozent hält.
Hinzu kommt eine Vereinbarung vom 7. Oktober zur Übernahme der schwedischen und norwegischen Zuschlagstoff- und Asphaltaktivitäten von NCC Industry. Sie umfasst 106 Zuschlagstoffstandorte und 44 Heißasphaltwerke.
Das Aktienrückkaufprogramm über 1,2 Milliarden Euro ist abgeschlossen. Die dritte und letzte Tranche endete am 1. Oktober.
Die Aktie schloss zuletzt bei 156,55 Euro. Im CO2-Abscheideprojekt Padeswood in Nordwales sollen die ersten großen Anlagenteile ab April 2027 auf der Baustelle eintreffen.
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