Heidelberg Materials: evoZero-Lieferungen starten
Holcims organische Beschleunigung im März deutet auf nachlassende saisonale Belastungen hin. Heidelberg Materials legt am 6. Mai sein Trading-Update vor.

Kurz zusammengefasst
- Holcim-Umsatz sinkt, organisch plus 3,9 Prozent
- März-Beschleunigung als positives Signal
- Heidelberg Materials Update am 6. Mai
- Sparprogramm und CO₂-armer Zement als Stützen
Neun Tage vor dem eigenen Quartalsbericht bekommt Heidelberg Materials einen ersten Hinweis — aus der Schweiz. Holcim hat am 24. April seine Zahlen für das erste Quartal 2026 vorgelegt. Das Ergebnis ist gemischt, liefert aber einen relevanten Datenpunkt für den DAX-Konzern.
Holcims Quartal: Wachstum unter der Oberfläche
Der Umsatz von Holcim fiel um 4,8 Prozent auf 3,52 Milliarden Franken. Schuld daran waren ein harter Winter in Teilen Europas, Währungsgegenwind durch den starken Franken sowie der Verkauf mehrerer Ländergeschäfte. Organisch — also bereinigt um diese Effekte — wuchs Holcim um 3,9 Prozent. Wichtiger noch: Die Dynamik beschleunigte sich im März.
An seinen Jahreszielen hält Holcim fest. Das Unternehmen erwartet organisches Umsatzwachstum von 3 bis 5 Prozent. Der wiederkehrende Betriebsgewinn soll in lokaler Währung um 8 bis 10 Prozent steigen.
Was das für Heidelberg Materials bedeutet
Die organische Beschleunigung im März ist das eigentlich relevante Signal. Sie deutet darauf hin, dass die saisonalen Belastungen im Bausektor nachlassen — ein möglicher Rückenwind auch für Heidelberg Materials.
Am 6. Mai 2026 legt der DAX-Konzern sein Trading-Update vor. Im Fokus stehen dann die Volumenentwicklung in Europa und Nordamerika sowie erste Hinweise zur Preisentwicklung. Für das Gesamtjahr 2026 peilt Heidelberg Materials einen wiederkehrenden Betriebsgewinn zwischen 3,40 und 3,75 Milliarden Euro an — bei einer Kapitalrendite von über 10 Prozent.
Die Aktie notiert aktuell bei 185,95 Euro und liegt damit rund 22 Prozent unter dem Jahreshoch vom Januar. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von gut 16 Prozent zu Buche — der Kurs hat sich jedoch vom März-Tief bei 160,45 Euro bereits deutlich erholt.
Sparprogramm und Dekarbonisierung als Stützen
Neben dem Marktumfeld hat Heidelberg Materials zwei strukturelle Hebel. Das konzernweite Effizienzprogramm übertraf zuletzt die eigenen Erwartungen und brachte im abgelaufenen Geschäftsjahr Einsparungen von 380 Millionen Euro. Das Gesamtziel liegt bei mindestens 500 Millionen Euro bis Ende 2026 — der Konzern hält das für erreichbar.
Parallel dazu baut Heidelberg Materials seine Position im CO₂-armen Zement aus. Das Brevik-Werk in Norwegen scheidet seit der Einweihung im Juni 2025 jährlich bis zu 400.000 Tonnen CO₂ ab. Der daraus gewonnene Zement evoZero kommt bereits bei Bauprojekten in Oslo und Heidelberg zum Einsatz.
Das Trading-Update am 6. Mai wird zeigen, ob das organische Momentum aus dem Holcim-Quartal auch in den Heidelberg-Materials-Zahlen sichtbar wird — oder ob Währungseffekte den Blick erneut trüben.
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