Heidelberger Druckmaschinen Aktie: Angriff auf Rheinmetall

Heidelberger Druckmaschinen drängt mit dem Joint Venture ONBERG in den Markt für Drohnenabwehr und setzt auf aggressive Preispolitik, um etablierte Rüstungskonzerne herauszufordern.

Eduard Altmann ·
Heidelberger Druckmaschinen Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Joint Venture mit Ondas für autonome Sicherheitstechnik
  • Aggressive Preisstrategie gegen etablierte Wettbewerber
  • Produktionsstart in Brandenburg für Ukraine und Deutschland
  • Break-even im neuen Geschäftsfeld innerhalb eines Jahres

Der traditionsreiche Druckmaschinenhersteller wandelt sich zum Rüstungsakteur und bläst zum direkten Angriff auf etablierte Branchengrößen. Mit dem neu gegründeten Joint Venture ONBERG drängt Heidelberger Druckmaschinen in den milliardenschweren Markt für Drohnenabwehr. Dabei setzt der Konzern auf eine aggressive Preisstrategie, um Platzhirsche wie Rheinmetall herauszufordern.

Transformation am Standort Brandenburg

Für die Neuausrichtung bündelt das Unternehmen seine Kräfte mit dem amerikanisch-israelischen Spezialisten Ondas. An dem Gemeinschaftsunternehmen hält der Konzern 49 Prozent der Anteile. Als Dreh- und Angelpunkt fungiert der Standort Brandenburg an der Havel. Dort rüsten rund 380 Mitarbeiter die bestehende Infrastruktur zu einem Kompetenzzentrum für autonome Sicherheitstechnik um. Zunächst fokussiert sich die Produktion auf Lieferungen in die Ukraine und nach Deutschland, wobei das System „Iron Drone Raider“ im Mittelpunkt steht.

Kampfansage über den Preis

Die strategische Waffe des Maschinenbauers ist der Kostenvorteil. Während Wettbewerber wie Rheinmetall für ihre Systeme bis zu 42 Millionen Euro aufrufen, will Heidelberger Druck die eigene Lösung für einen deutlich geringeren, zweistelligen Millionenbetrag anbieten. Der Markt bietet enormes Potenzial. Allein in Deutschland erfordern rund 2.000 kritische Infrastrukturobjekte einen Schutz vor Drohnenangriffen. Schätzungen zufolge könnten in diesem Bereich Investitionen von bis zu 80 Milliarden Euro fließen, nachdem das Bundeskriminalamt im vergangenen Jahr über 1.000 verdächtige Drohnenflüge registrierte.

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Finanzielle Ziele und Kursentwicklung

Die neue Sparte soll zeitnah Ergebnisse liefern. Innerhalb eines Jahres nach dem Start peilt das Management den operativen Break-even auf EBIT-Basis an. Erste nennenswerte Umsatzbeiträge erwartet das Unternehmen im zweiten Halbjahr 2026. An der Börse spiegelt sich die strategische Neuausrichtung derzeit kaum wider. Die Aktie beendete den Handel am Freitag bei 1,40 Euro. Seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier damit einen Rückgang von 30,84 Prozent, obwohl das Management die Gesamtjahresprognose von 2,35 Milliarden Euro Umsatz bestätigte.

Laut Konzernchef Jürgen Otto markiert das Joint Venture lediglich den Auftakt für weitere Kooperationen im Sicherheitssektor. Wie tiefgreifend der finanzielle Einfluss der neuen Rüstungssparte tatsächlich ausfällt, wird der vollständige Jahresabschluss für 2025/26 am 10. Juni 2026 belegen. Zu diesem Termin präsentiert das Management erstmals konkrete konsolidierte Zahlen für die neuen Geschäftsfelder.

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Heidelberger Druckmaschinen Aktie

1,42 EUR

– 0,02 EUR -1,60 %
KGV 6,54
Sektor Industrieunternehmen
Div.-Rendite 0,00 %
Marktkapitalisierung 442,88 Mio. EUR
ISIN: DE0007314007 WKN: 731400

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