Heidelberger Druckmaschinen Aktie: Marge soll wieder steigen

Heidelberger Druckmaschinen will die gesunkene Marge mit Produktionsverlagerung und neuen Geschäftsfeldern wieder steigern.

Redaktion Stock-World ·
Nahaufnahme einer modernen Druckmaschine mit sich drehenden Zahnrädern und Walzen, die Effizienz und steigende Margen symbolisieren. (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • EBITDA-Marge fiel auf 6,6 Prozent
  • Produktion nach China verlagert
  • Neue HD Advanced Technologies gegründet
  • Auftragseingang im vierten Quartal gestiegen

Geringere Profitabilität im abgelaufenen Geschäftsjahr, aber ein klarer Plan für die Trendwende: Heidelberger Druckmaschinen hat heute die testierten Jahreszahlen für 2025/26 vorgelegt und dabei den Ausblick konkretisiert.

Kostenprogramm auf mehreren Ebenen

Im Geschäftsjahr 2025/26 sank die bereinigte EBITDA-Marge von 7,1 auf 6,6 Prozent — belastet durch vorgezogene Investitionen in neue Geschäftsfelder, geopolitisch bedingte Nachfrageschwäche und Währungseffekte von rund 20 Millionen Euro negativ im EBITDA. Der Umsatz kletterte leicht auf 2,29 Milliarden Euro. Das Ergebnis nach Steuern verdreifachte sich auf 15 Millionen Euro, was zeigt, dass unterhalb der Margenebene durchaus Fortschritte erzielt wurden.

Für das laufende Geschäftsjahr 2026/27 stellt das Unternehmen eine spürbare Margenverbesserung in Aussicht. Der Umsatz soll dabei in etwa auf Vorjahresniveau verharren. Konkrete Hebel: Die Produktion der Speedmaster CX 104 wird vollständig nach China verlagert. Ferner entsteht ein neuer Standort in Nordmazedonien, der die Herstellkosten bestimmter Produktgruppen drücken soll. Der bereits laufende Zukunftsplan für deutsche Standorte läuft nach Unternehmensangaben über Plan — mit messbaren Effekten bei den Personalkosten.

Diversifikation als zweite Wachstumsschiene

Parallel zum Kostenumbau treibt Heidelberg die strategische Neuausrichtung voran. Alle Aktivitäten außerhalb des Kerngeschäfts — von Drohnenabwehr über Ladeinfrastruktur bis zu industriellen Systemlösungen — sind in der neu gegründeten HD Advanced Technologies GmbH gebündelt. Das Joint Venture ONBERG mit dem US-amerikanisch-israelischen Unternehmen Ondas, das auf autonome Verteidigungssysteme zielt, soll noch diese Woche auf der ILA in Berlin eine Absichtserklärung mit einem ukrainischen Partner im Drohnenbereich veröffentlichen.

Im Kerngeschäft stützt sich das Wachstum auf den Verpackungsdruck und den Inkjet-Digitaldruck. Die Partnerschaft mit dem chinesischen Postpress-Spezialisten Masterwork wurde ausgebaut, hinzu kommt die Übernahme der Markenrechte von Polar.

Der Auftragseingang des vierten Quartals 2025/26 lag mit 619 Millionen Euro über dem Vorjahreswert — ein positives Signal für den Jahresstart 2026/27. Ob dieser Schwung reicht, um die Margenprognose tatsächlich zu unterfüttern, hängt maßgeblich davon ab, wie schnell die Kostenverlagerungen greifen und ob das Defense-Segment erste belastbare Umsätze beisteuert.

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Heidelberger Druckmaschinen Aktie

1,42 EUR

KGV —
KUV 0,19
Sektor Industrieunternehmen
Div.-Rendite —
Marktkapitalisierung 432,46 Mio. EUR
Ø Kursziel 2,01 EUR
ISIN: DE0007314007 WKN: 731400

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