Heidelberger Druckmaschinen Aktie: Talfahrt geht weiter

Die Aktie des Druckmaschinenherstellers notiert auf einem Sechs-Monats-Tief, da rückläufige Auftragseingänge und Wechselkurseffekte die positiven Quartalszahlen überlagern.

Kurz zusammengefasst:
  • Aktie verzeichnet anhaltenden Abverkauf seit Quartalszahlen
  • Auftragseingang sank deutlich auf 1,63 Milliarden Euro
  • Management bestätigt Jahresprognose mit Einschränkungen
  • Technische Chartanalyse zeigt weiterhin Abwärtstrend

Heidelberger Druckmaschinen steckt in einer hartnäckigen Kurskrise. Seit Anfang Februar kennt die Aktie des Druckmaschinenherstellers nur noch eine Richtung: abwärts. Gestern markierte das Papier ein neues 6-Monats-Tief. Die operative Verbesserung verpufft an der Börse wirkungslos – der Markt blickt auf andere Signale.

Quartalszahlen lösten Abverkauf aus

Der Auslöser für die anhaltende Schwäche waren die Neun-Monats-Zahlen vom 5. Februar. Obwohl das Unternehmen Umsatz und Profitabilität steigern konnte, brach die Aktie am Berichtstag um rund 15 Prozent ein. Seitdem hat sich das Papier nicht erholt und verlor weitere Prozentpunkte.

Heidelberger Druckmaschinen

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Die Zahlen selbst zeigten durchaus Fortschritte: Der Umsatz kletterte auf 1,6 Milliarden Euro, die bereinigte EBITDA-Marge verbesserte sich auf 7,1 Prozent. Das Nettoergebnis drehte ins Plus. Doch ein Detail alarmierte Investoren: Der Auftragseingang sank deutlich auf 1,63 Milliarden Euro, nach 1,82 Milliarden im Vorjahr. Allein im dritten Quartal gingen die Bestellungen um 6 Prozent zurück. Negative Wechselkurseffekte von 46 Millionen Euro belasteten zusätzlich.

Technisches Bild trübt sich ein

Die charttechnische Lage verschlechtert sich zusehends. Die Aktie notiert mittlerweile deutlich unter allen wichtigen gleitenden Durchschnitten – der Abstand zum 200-Tage-Schnitt beträgt über 17 Prozent. Das 52-Wochen-Hoch bei 2,81 Euro ist in weite Ferne gerückt.

Der aktuelle Kurs um 1,50 Euro liegt im unteren Drittel der Jahresspanne. Anleger, die vor zwölf Monaten einstiegen, verzeichnen trotz der jüngsten Verluste noch ein kleines Plus. Wer jedoch seit Jahresbeginn investiert ist, sitzt auf deutlichen Verlusten.

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Transformation soll Gegenwehr bieten

Das Management setzt auf strategische Diversifikation. Mit der neu gegründeten HD Advanced Technologies GmbH bündelt Heidelberg Aktivitäten in Verteidigung, Sicherheit und Energie. Die Partnerschaft mit VINCORION entwickelt sich laut Unternehmen planmäßig und generiert erste Umsätze.

Die Jahresprognose bestätigte das Management – allerdings mit Einschränkungen. Die bereinigte EBITDA-Marge soll am unteren Ende der Zielspanne von bis zu 8 Prozent landen. Als Belastung nannte das Unternehmen Wechselkurseffekte, schwache Konjunktur und unsichere Handelspolitik.

Der Free Cashflow blieb nach neun Monaten mit minus 81 Millionen Euro negativ, verbesserte sich aber gegenüber dem Vorjahr. Die Eigenkapitalquote stieg auf 26,2 Prozent. Ob diese operative Stabilisierung ausreicht, um das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Zunächst bleibt der technische Trend intakt – und der zeigt nach unten.

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