Henkel Aktie: Bewertung am Limit

Nach starkem Jahresauftakt stuft Santander die Henkel-Aktie auf Neutral herab. Das Kursziel liegt knapp über dem aktuellen Niveau, während andere Häuser skeptischer sind.

Kurz zusammengefasst:
  • Downgrade von Santander auf Neutral
  • Starke Kursrallye seit Jahresbeginn
  • Fortschritte bei ESG-Ratings und Portfolioumbau
  • Charttechnisch bleibt Aufwärtstrend intakt

Nach einem rasanten Jahresauftakt mit einem Kursplus von über 18 Prozent erhält die Henkel-Aktie einen Dämpfer von Analystenseite. Während der Konsumgüterkonzern operativ bei der Portfolio-Transformation und in Sachen Nachhaltigkeit punktet, rückt die Bewertung nun in den kritischen Fokus. Ist das kurzfristige Aufwärtspotenzial nach dem jüngsten Lauf bereits ausgeschöpft?

Santander sieht begrenzten Spielraum

Die Analysten der Banco Santander stuften das Papier des Düsseldorfer Konzerns zuletzt von „Outperform“ auf „Neutral“ herab. Mit einem Kursziel von 86,70 Euro signalisieren die Experten, dass die Aktie ihr Potenzial nach der Rallye der vergangenen Wochen weitgehend eingepreist hat. Da der Titel aktuell bei 82,64 Euro notiert, verringert sich der Puffer zu den Schätzungen der Marktbeobachter zusehends.

Henkel

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Santander steht mit dieser vorsichtigeren Haltung nicht allein. Während das neue Kursziel noch leichtes Potenzial andeutet, liegen andere Häuser wie JPMorgan mit Zielen von 65,00 Euro bereits deutlich unter dem aktuellen Marktniveau. Die Skepsis stützt sich vor allem auf die Geschwindigkeit des Anstiegs seit Jahresbeginn, der die fundamentale Bewertung unter Druck setzt.

Fortschritte bei Nachhaltigkeit und Strategie

Abseits der charttechnischen Debatte sammelt Henkel Punkte bei institutionellen Anlegern mit Fokus auf ökologische und soziale Kriterien (ESG). Die Ratingorganisation CDP nahm das Unternehmen erstmals in ihre renommierte „A-List“ für Klimaschutz auf. Zudem verbesserte sich der EcoVadis-Score auf 84 Punkte, womit der Konzern zu den globalen Top-Performern im Bereich Nachhaltigkeit zählt.

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Parallel zum ESG-Ausbau treibt das Management den Konzernumbau voran. Die geplante Übernahme des Spezialbeschichtungsherstellers Stahl für rund 2,1 Milliarden Euro soll den Geschäftsbereich Adhesive Technologies stärken. Ziel ist es, die Abhängigkeit vom volatilen Konsumgütergeschäft zu reduzieren und margenstärkere Industriegeschäfte auszubauen.

Charttechnik und Ausblick

Das Fundament der jüngsten Kursentwicklung bleibt trotz des Analysten-Downgrades solide. Der Nettogewinn stieg im vergangenen Geschäftsjahr deutlich auf rund zwei Milliarden Euro, was eine Dividendenerhöhung um 10,3 Prozent ermöglichte. Zudem stützt das laufende Aktienrückkaufprogramm im Volumen von einer Milliarde Euro den Kurs von unten.

Charttechnisch liegt das 52-Wochen-Hoch bei 87,52 Euro und damit nur knapp über dem Kursziel der Banco Santander. Mit einem aktuellen RSI von 39,8 ist die Aktie trotz der starken 30-Tage-Performance von über 17 Prozent technisch nicht überkauft. Sollte das Papier die psychologisch wichtige Marke von 80,00 Euro und den 50-Tage-Durchschnitt bei 73,66 Euro verteidigen, bleibt der übergeordnete Aufwärtstrend vorerst intakt.

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