Hensoldt: 50 Radarsysteme für SRT Marine

Der Rüstungskonzern plant bis zu 1.600 Neueinstellungen und erweitert die Produktion, um die hohe Nachfrage zu bedienen.

Redaktion Stock-World ·
Hensoldt Aktie (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Personaloffensive mit 1.600 neuen Stellen
  • Produktionsausbau auf Triumph-Areal in Aalen
  • Lieferung von 50 Radarsystemen für Küstenschutz
  • Auftragsbestand erreicht 8,83 Milliarden Euro

Volle Auftragsbücher, aber die Produktion kommt kaum hinterher. Bei Hensoldt klaffen Nachfrage und Lieferfähigkeit aktuell auseinander. Der Rüstungskonzern reagiert nun mit einer massiven Personal- und Flächenoffensive.

Das Sensorsystemhaus nutzt den Strukturwandel der Industrie zu seinem Vorteil. Während der Technologiekonzern Voith Tausende Stellen streicht, greift Hensoldt gezielt zu. Das Unternehmen sucht Fachkräfte für Software und Elektrotechnik. Allein im vergangenen Jahr stellte der Konzern rund 1.200 neue Mitarbeiter ein. Für 2026 plant das Management bis zu 1.600 weitere Neueinstellungen in Deutschland.

Neue Flächen für die Produktion

Parallel zur Personaloffensive baut Hensoldt sein Produktionsnetz aus. Im Fokus steht das Triumph-Areal in Aalen. Dort plant der Geschäftsbereich Optronics zusätzliche Entwicklungs- und Fertigungslinien. Finale Verträge fehlen noch. Das Ziel steht aber fest: Bis 2027 will das Unternehmen jährlich rund 1.000 Radarsysteme für Luftverteidigung und Drohnenabwehr fertigen.

Maritimes Geschäft wächst

Auch abseits der klassischen Land- und Luftsysteme füllt sich das Orderbuch. Hensoldt liefert 50 Radarsysteme an SRT Marine System Solutions. Diese Technik überwacht künftig nationale Küsten. Die Auslieferung der wartungsarmen SharpEye-Radare ist noch für 2026 angesetzt. Der Auftrag verdeutlicht eine klare Strategie. Spezialisierte maritime Sensorik bleibt ein wichtiges Standbein abseits des klassischen Rüstungssegments.

Engpass drückt auf die Bilanz

Die aggressive Expansion kostet zunächst Geld. Der Auftragsbestand türmt sich auf 8,83 Milliarden Euro. Das Bestellvolumen übersteigt den Umsatz deutlich. Die Produktion hält mit diesem Tempo kaum Schritt. Neue Büros in Ulm und laufende Software-Kosten belasten die Konten. Die Folge: Die Ausgaben steigen spürbar.

An der Börse verarbeiten Investoren diese Wachstumsschmerzen derzeit neutral. Die Hensoldt-Aktie notiert bei knapp 77 Euro und stagniert damit seit Jahresbeginn. Vom Rekordhoch im vergangenen Oktober ist das Papier aktuell rund 33 Prozent entfernt.

Am 6. Mai präsentiert das Management die Zahlen für das erste Quartal. Analysten erwarten ein Umsatzplus von 25 Prozent auf rund 493 Millionen Euro. Wegen der saisonalen Schwäche rechnen Experten beim Ergebnis je Aktie jedoch mit einem erneuten Verlust.

Ende Mai steht dann die Hauptversammlung an. Dort stimmen Aktionäre über eine vorgeschlagene Dividende von 0,55 Euro ab. Für das Gesamtjahr hält der Vorstand an seinem Kurs fest. Das Management peilt einen Umsatz von rund 2,75 Milliarden Euro an.

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Hensoldt Aktie

76,02 EUR

+ 0,56 EUR +0,74 %
KGV 72,25
KUV 3,31
Sektor Industrieunternehmen
Div.-Rendite 0,73 %
Marktkapitalisierung 8,78 Mrd. EUR
Ø Kursziel 92,17 EUR
ISIN: DE000HAG0005 WKN: HAG000

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