Hensoldt Aktie: 50 Prozent Cashflow-Quote für 2026
Hensoldt hebt Cashflow-Prognose an, dennoch fällt der Aktienkurs. Analysten bleiben optimistisch und sehen Aufwärtspotenzial.

Kurz zusammengefasst
- Deutlich höhere Cashflow-Prognose für 2026
- Aktie verliert trotz positiver Nachricht
- Analysten bestätigen Kursziele und Kaufempfehlung
- Nedinsco-Übernahme erfolgreich abgeschlossen
Der Rüstungselektroniker Hensoldt hebt die Cashflow-Prognose an. Analysten reagieren positiv. Die Aktie fällt dennoch.
Am Montag verkündete das Unternehmen eine deutliche Anhebung des bereinigten Free Cashflows für 2026: Statt rund 40 Prozent des EBITDA peilt Hensoldt nun eine Quote von etwa 50 Prozent an. Grund sind höhere Kundenanzahlungen aus beschleunigten Beschaffungsprozessen in Deutschland. CFO Christian Ladurner sprach von einer „starken Cash-Dynamik“.
Die Aktie quittierte die Nachricht mit einem Kursrutsch. Am Montag fiel sie um rund 5,8 Prozent auf 84,30 Euro. Am Dienstag setzt sich die Talfahrt fort: minus 2,33 Prozent auf 82,34 Euro.
Analysten bleiben optimistisch
Deutsche Bank Research bestätigte trotz des Rückschlags die Kaufempfehlung. Analyst Christophe Menard sieht den Titel weiterhin bei 101 Euro — ein Aufwärtspotenzial von rund 23 Prozent. Als Treiber nennt er den verbesserten Mittelzufluss und den Zukauf von Nedinsco.
Auch Barclays stuft Hensoldt mit „Equal Weight“ ein, das Kursziel liegt bei 97 Euro.
Der Kursrückgang folgt einem allgemeinen Abverkauf von Rüstungswerten. Rheinmetall verlor am Montag 6,68 Prozent, Renk 7,85 Prozent, TKMS 6,05 Prozent. Zudem wiesen Analysten auf Timing-Effekte im Working Capital hin, die Gewinnmitnahmen ausgelöst haben könnten.
Nedinsco-Übernahme abgeschlossen
Parallel zur Prognoseerhöhung meldete Hensoldt den erfolgreichen Abschluss der Akquisition des niederländischen Spezialisten Nedinsco. Das Unternehmen mit rund 140 Mitarbeitern liefert opto-mechatronische Subsysteme für Periskope und Fahrer-Sichtsysteme gepanzerter Fahrzeuge. Zu den Kunden zählen Rheinmetall, KNDS und BAE Systems.
Die übrigen Finanzziele für 2026 bestätigte der Vorstand: Nettoverschuldungsgrad von rund 1,5x, Book-to-Bill-Verhältnis, Umsatz und EBITDA-Marge. Der Auftragsbestand lag Ende 2025 bei 8,83 Milliarden Euro.
Nächster Termin im Kalender: die Teilnahme an der J.P. Morgan European Industrials Conference am 16. Juni.
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