Hensoldt liefert für 2025 einen Rekord beim Auftragseingang – doch beim Umsatz reicht es knapp nicht für die eigene Markterwartung. Genau diese Lücke ist der spannende Punkt: Die Nachfrage nach Verteidigungselektronik zieht stark an, aber Engpässe bei Komponenten und Personal dämpfen das Tempo in der Umsetzung. Was bedeutet das für den weiteren Kursverlauf und die nächsten Quartale?
Zuletzt zeigt sich die Aktie kurzfristig wechselhaft: Heute liegt sie leicht im Plus bei 76,85 Euro, in den vergangenen 30 Tagen steht aber ein Minus von 11,41% zu Buche. Das passt zum gemischten Bild aus boomendem Auftragspolster und operativen Grenzen.
Rekord-Orderbook – Umsatz knapp darunter
Der Auftragseingang sprang 2025 auf 4.710 Mio. Euro, ein Plus von 62% gegenüber dem Vorjahr (2.904 Mio. Euro). Der Auftragsbestand wuchs gleichzeitig um rund ein Drittel auf 8.833 Mio. Euro. Mit einem Book-to-Bill von 1,9x übersteigt der Auftragseingang den Umsatz deutlich – ein Signal, dass die Pipeline prall gefüllt bleibt.
Beim Umsatz gab es allerdings einen kleinen Dämpfer: 2.455 Mio. Euro lagen laut Reuters leicht unter dem von Hensoldt zusammengestellten Konsens von 2.500 Mio. Euro. Zwar entspricht das immer noch einem Wachstum von knapp 10% gegenüber 2024, aber der Markt hatte eben ein Stück mehr erwartet.
Marge überzeugt – Engpässe bleiben das Nadelöhr
Operativ wirkt das Bild stabiler, als die Umsatzverfehlung vermuten lässt. Das bereinigte EBITDA stieg auf 452 Mio. Euro (Vorjahr: 405 Mio. Euro), die Marge lag bei 18,4% und damit über der eigenen Prognose („18% oder höher“). Der bereinigte Free Cashflow kletterte deutlich auf 347 Mio. Euro (Vorjahr: 249 Mio. Euro). Beim Verschuldungsgrad meldet Hensoldt 1,6x und damit unverändert.
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Warum also die Lücke zwischen Auftragsboom und Umsatz? Reuters verweist auf anhaltende Engpässe bei elektronischen Komponenten sowie Schwierigkeiten bei der Personalgewinnung. Genau diese beiden Faktoren bremsen die Umwandlung des Backlogs in Erlöse.
Ausblick 2026 und nächste Termine
Für 2026 stellt Hensoldt rund 2.750 Mio. Euro Umsatz in Aussicht. Bei der Profitabilität wird das Ziel konkreter und höher: Die bereinigte EBITDA-Marge soll 18,5% bis 19,0% erreichen. Das Book-to-Bill sieht das Unternehmen weiter in einer Spanne von 1,5x bis 2,0x.
Wichtige Fixpunkte für Anleger sind die nächsten Veröffentlichungen: Die testierten Konzernabschlüsse kommen am 26. März 2026, die Zahlen zum ersten Quartal 2026 am 6. Mai 2026. Dort wird sich zeigen, ob Hensoldt die Engpässe besser in den Griff bekommt – und ob aus dem vollen Auftragsbuch spürbar mehr Umsatz wird.
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