Hensoldt Aktie: Auftragseingang ist kräftig gesprungen
In den ersten neun Monaten 2026 stieg Hensoldts Auftragseingang um 76,7 Prozent; die LBBW reduzierte ihr Kursziel auf 85 Euro.

Kurz zusammengefasst
- LBBW setzt Kursziel auf 85 Euro
- Deutsche Bank Research bleibt bei Kaufempfehlung
- Auftragseingang wächst um 76,7 Prozent
- Umsatz steigt auf 1,86 Milliarden Euro
Medienberichten zufolge senkte die LBBW am Freitag ihr Kursziel für Hensoldt von 100 auf 85 Euro und bestätigte die Einstufung „Halten“. Im schwachen Umfeld der Rüstungsaktien verlor das Papier am selben Tag 3,8%. Damit steht neben den verbesserten Geschäftsaussichten eine vorsichtigere Bewertung durch das Analysehaus.
Unterschiedliche Bewertungen nach den Zahlen
Deutsche Bank Research bestätigte dagegen am Freitag die Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 105 Euro. Nach Angaben von dpa-AFX schrieb der Analyst, Hensoldt habe mit den Quartalszahlen die Erwartungen übertroffen.
Die Branchenstimmung belastete unterdessen Rheinmetalls gesenkte Prognose. Wie dpa-AFX zum Handel am Donnerstag berichtete, geriet auch Hensoldt trotz erhöhter Prognose nach zwischenzeitlichen Kursgewinnen unter Druck.
Hensoldt konkretisiert den Jahresausblick
Hensoldt konkretisierte am Donnerstag den Umsatzausblick für das Geschäftsjahr 2026 auf rund 2,8 Milliarden Euro. Die bereinigte EBITDA-Marge soll rund 19,0 % erreichen.
Beim Book-to-Bill-Verhältnis erwartet das Unternehmen das obere Ende der bisherigen Spanne von rund 1,5 x bis 2,0 x. Diese Kennzahl setzt den Auftragseingang ins Verhältnis zum Umsatz.
Für die ersten neun Monate 2026 meldete Hensoldt am Donnerstag einen Auftragseingang von 3,56 Milliarden Euro. Das entspricht einem Zuwachs von 76,7 %.
Der Umsatz erreichte in diesem Zeitraum 1,86 Milliarden Euro und lag damit 21,3 % über dem Vorjahreswert. Das bereinigte EBITDA belief sich auf 281 Millionen Euro.
Beim bereinigten operativen Ergebnis verzeichnete Hensoldt damit ein Wachstum von 33,0 %. Als nächster bestätigter Unternehmenstermin steht der Kapitalmarkttag am 10. November in London an.
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