Hensoldt startet mit einem vollen Auftragsbuch und stabilen Kursen ins Börsenjahr 2026. Mehrere Großaufträge zum Jahresende 2025 haben die Visibilität der künftigen Umsätze deutlich erhöht und den Rekord-Auftragsbestand weiter ausgebaut. Im frühen Handel notiert die Aktie um 73,40 Euro und konsolidiert damit nach einem sehr starken Vorjahr auf hohem Niveau. Wie solide ist dieser Auftragsboom unterlegt?
Auftragsboom sichert Umsatz über Jahre
Die positive Ausgangslage zum Jahresbeginn basiert auf mehreren klar umrissenen Vertragsmeldungen aus den letzten Wochen 2025:
- Großauftrag über 104.000 Nachtsichtbrillen über das OCCAR-Konsortium für Bundeswehr und belgische Streitkräfte
- Langfristige Partnerschaft mit Rheinmetall über SPEXER-Radare für bodengebundene Luftverteidigung, insbesondere den „Skyranger 30“
- Fortschritt im PEGASUS-Großprojekt mit der Landung des ersten Flugzeugs
Der Nachtsichttechnik-Auftrag über OCCAR festigt die Rolle Hensoldts als wichtiger Ausrüster für die NATO-Infanterie. Die Rahmenvereinbarung mit Rheinmetall im hohen dreistelligen Millionenbereich streckt sich über viele Jahre und sorgt für wiederkehrende Erlöse in der Luftverteidigung. Beim signalaufklärenden System PEGASUS zeigt die Landung des ersten Flugzeugs, dass das Programm operativ vorankommt.
Zusätzlich hat das Management die Prognose für 2025 bestätigt: Erwartet werden rund 2,5 Milliarden Euro Umsatz und eine bereinigte EBITDA-Marge von über 18 %. Die angehobene Book-to-Bill-Ratio von 1,6x bis 1,9x zeigt, dass der Auftragseingang deutlich über dem aktuellen Umsatzniveau liegt und damit weiteres Wachstum untermauert.
Starkes Vorjahr, stabile Konsolidierung
2025 legte die Hensoldt-Aktie um mehr als 110 % zu und hat sich damit mehr als verdoppelt. Nach dieser Rally pendelt der Kurs nun im Bereich von rund 73 Euro. Charttechnisch entspricht dies einer Konsolidierung auf hohem Niveau nach einem außergewöhnlich starken Jahr.
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Branchenweit profitiert Hensoldt von anhaltend hohen Verteidigungsausgaben in Europa. Die angespannte geopolitische Lage stützt die Nachfrage nach Sensorik, Optronik und Lösungen für elektronische Kampfführung. Mit den jüngsten Großaufträgen zeigt der Konzern, dass er in der Lage ist, die erhöhten Verteidigungsbudgets in konkrete Bestellungen zu überführen und seine Kapazitäten entsprechend zu skalieren.
Ausblick: Zahlen und Kursmarken im Fokus
Der nächste zentrale Termin sind die vorläufigen Zahlen zum vierten Quartal 2025, die Ende Februar erwartet werden. Im Mittelpunkt stehen dann vor allem die Cashflow-Entwicklung und das Tempo, mit dem der Rekord-Auftragsbestand in Umsätze umgewandelt wird.
Aus technischer Sicht gilt der Bereich um 72 Euro als wichtige Unterstützung. Auf der Oberseite markiert die Zone um 74 Euro einen kurzfristig relevanten Widerstand. Ein Ausbruch darüber würde den Weg in Richtung der im Oktober 2025 erreichten Allzeithochs oberhalb von 113 Euro öffnen. Fundamentale Basis dieser Szenarien bleibt der außergewöhnlich hohe Auftragsbestand, der das Geschäftsjahr 2026 mit einer breiten Grundlage an bereits gesicherten Projekten unterlegt.
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