Hensoldt Aktie: Upgrade trifft Gegenwind
Trotz positiver Analystenbewertung und eines Rekordauftragsbestands von 8,8 Mrd. Euro verliert die Hensoldt-Aktie weiter an Boden. Das Unternehmen meldet Umsatzwachstum, sieht sich aber mit steigenden Kosten konfrontiert.

Kurz zusammengefasst
- Bank of America hebt Bewertung auf 'Buy' an
- Rekord-Auftragsbestand von 8,8 Milliarden Euro
- Umsatz steigt, Gewinn sinkt durch höhere Kosten
- Aktienkurs deutlich unter Jahreshoch und Durchschnitt
Ein Analysten-Upgrade, ein Rekord-Auftragsbestand und solide Jahreszahlen — und trotzdem gibt die Aktie nach. Hensoldt liefert gerade das Bild eines Unternehmens, das fundamental überzeugt, aber kurzfristig unter Verkaufsdruck steht.
Bank of America setzt auf Luftverteidigung
Am 26. März hob die Bank of America Analyst Benjamin Heelan die Einstufung von „Neutral“ auf „Buy“ an. Kern seiner These: Rund 65 bis 70 Prozent der Umsätze erzielt Hensoldt im Segment Luftverteidigung — eine Nische, die in Zeiten globaler Aufrüstung kaum substituierbar ist. Systeme wie IRIS-T sind auf die Sensorik und Elektronik des Taufkirchener Konzerns angewiesen. Das Kursziel passte Heelan minimal auf 88,50 Euro an, sieht aber erhebliches Aufwärtspotenzial gegenüber dem aktuellen Niveau.
Das Vertrauen der Bank gründet auf einem soliden Fundament. Der Geschäftsbericht 2025, ebenfalls am 26. März veröffentlicht, bestätigt einen Umsatzanstieg auf 2,46 Milliarden Euro — ein Plus von rund zehn Prozent. Das Nettoergebnis fiel mit 86 Millionen Euro geringer aus als im Vorjahr (106 Millionen Euro), belastet durch höhere Steuern und Finanzierungskosten. Operativ setzt Hensoldt unterdessen auf Kapazitätsausbau: In Ulm ging eine neue Prüfanlage für SPEXER-Radarsysteme in Betrieb, in Aalen laufen Erweiterungspläne, und ein Langfristvertrag mit United Monolithic Semiconductors sichert die Lieferung von 900.000 Gallium-Nitrid-Bausteinen bis 2030.
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Prognose 2026: Volle Pipeline, ambitionierte Ziele
Für 2026 peilt das Management einen Umsatz von rund 2,75 Milliarden Euro an, bei einer bereinigten EBITDA-Marge zwischen 18,5 und 19 Prozent. Die Basis dafür ist ein Rekord-Auftragsbestand von 8,8 Milliarden Euro zum Jahresende 2025 — verbunden mit einer erneut erwarteten Book-to-Bill-Ratio von 1,5x bis 2,0x. Auch die Dividende soll steigen: Der Vorstand schlägt 0,55 Euro je Aktie vor, nach 0,50 Euro im Vorjahr.
Der Kurs erzählt jedoch eine andere Geschichte. Mit einem Minus von rund 42 Prozent gegenüber dem 52-Wochen-Hoch bei 115,10 Euro notiert die Aktie weit unterhalb ihrer Hochs — und auch deutlich unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 86,77 Euro. Am Freitag schloss das Papier bei 66,30 Euro. Die Q1-Zahlen am 6. Mai werden zeigen, ob das operative Momentum stark genug ist, um den Abwärtstrend zu stoppen.
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