Hensoldt: Auftragsbestand auf 9,80 Milliarden

Hensoldt hebt nach Rekordaufträgen das Langfristziel auf 6 Milliarden Euro an. Das erste Quartal 2026 übertrifft die Erwartungen der Analysten deutlich.

Dr. Robert Sasse ·
Hensoldt Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Umsatzplus von 25 Prozent im ersten Quartal
  • Auftragsbestand steigt auf 9,8 Milliarden Euro
  • Umsatzziel für 2030 auf sechs Milliarden erhöht
  • Aktie legt binnen Wochenfrist fünf Prozent zu

Auftragsrekord, angehobene Langfristziele und Quartalszahlen über Erwartung — Hensoldt hat am Mittwoch gleich auf mehreren Ebenen geliefert. Das Unternehmen dreht damit an einem der größten Wachstumshebel im europäischen Verteidigungssektor.

Starkes erstes Quartal

Der Umsatz kletterte im ersten Quartal 2026 um rund 25 Prozent auf 496 Millionen Euro — Analysten hatten im Schnitt etwa 489 Millionen Euro erwartet. Das bereinigte EBITDA sprang von 30 auf 44 Millionen Euro, getrieben von einem vorteilhaften Projektmix und der Skalierung im Radargeschäft. Trotz der saisonal typischen Belastungen im ersten Quartal zeigt die Margenentwicklung klar nach oben.

Auftragsbestand nähert sich 10-Milliarden-Marke

Noch eindrucksvoller als die Quartalszahlen ist der Auftragsbestand: Per Ende März 2026 lag er bei 9,80 Milliarden Euro — gegenüber 6,93 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum ein Sprung von gut 41 Prozent. Das Book-to-Bill-Verhältnis stabilisierte sich zwischen 1,5x und 2,0x.

Treiber des Zuwachses waren Vertragserweiterungen für das Eurofighter-Radar Mk1, Aufträge zur Ausrüstung von Schützenpanzern sowie anhaltend hohe Nachfrage nach den TRML-4D-Radarsystemen — unter anderem im Rahmen europäischer Verteidigungsinitiativen und zur Unterstützung der Ukraine.

Vision 2030 deutlich angehoben

Angesichts voller Auftragsbücher hat der Vorstand das Umsatzziel für 2030 von 5 auf 6 Milliarden Euro angehoben. Die Erwartung dahinter: NATO-Verteidigungsausgaben bleiben dauerhaft hoch, Hensoldt baut Marktanteile in der elektronischen Kampfführung weiter aus.

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Eine wichtige Rolle spielt dabei die Integration der ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH, die seit April 2024 zum Konzern gehört. Die Synergien schlagen sich nun zunehmend in den Zahlen nieder. Ein neuer Standort in Ulm mit über 400 Mitarbeitern soll die Lieferfähigkeit trotz des hohen Backlogs sichern.

Für das Gesamtjahr 2026 bestätigte das Management die Prognose: Konzernumsatz von rund 2,75 Milliarden Euro. Der Fokus der Investitionen liegt auf Kapazitätsengpässen und dem Ausbau der Lieferketten für Gallium-Nitrid-Halbleiter.

Die Aktie schloss am Mittwoch bei 80,66 Euro und hat in den vergangenen sieben Tagen rund fünf Prozent zugelegt. Vom 52-Wochen-Hoch bei 115,10 Euro ist sie noch knapp 30 Prozent entfernt — der Kurs spiegelt damit sowohl die Aufbruchsstimmung als auch die offene Frage wider, wie schnell Hensoldt den gewaltigen Auftragsberg tatsächlich abarbeiten kann. Ein neuer Logistik-Hub soll ab dem zweiten Halbjahr für beschleunigte Auslieferungen sorgen — und damit einen ersten Belastungstest für die ambitionierte Wachstumsstory liefern.

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Hensoldt Aktie

76,74 EUR

+ 2,20 EUR +2,95 %
KGV 71,44
Sektor Industrieunternehmen
Div.-Rendite 0,73 %
Marktkapitalisierung 8,83 Mrd. EUR
ISIN: DE000HAG0005 WKN: HAG000

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