Hims & Hers Health steht an der Börse massiv unter Druck. Zwar konnte die Telemedizin-Plattform im abgelaufenen Geschäftsjahr stark wachsen, doch der Ausblick auf das erste Quartal 2026 verfehlte die Erwartungen der Wall Street deutlich. Während das Management eine teure Übernahme in Australien plant, sorgen vor allem regulatorische Hürden im wichtigen Markt für Abnehm-Medikamente für tiefe Verunsicherung bei den Anlegern.
Enttäuschender Ausblick belastet
Der Hauptgrund für den jüngsten Kursrutsch auf ein neues 52-Wochen-Tief bei 13,12 Euro liegt in der schwachen Zukunftsprognose. Das Management stellte für das erste Quartal 2026 einen Umsatz zwischen 600 und 625 Millionen US-Dollar in Aussicht. Damit blieb das Unternehmen deutlich hinter der Konsensschätzung von rund 653 Millionen Dollar zurück. Analysten reagierten prompt auf diese Diskrepanz: Finanzinstitute wie Barclays und Morgan Stanley senkten ihre Kursziele, und BTIG stufte die Aktie auf „Neutral“ herab.
Regulatorischer Gegenwind nimmt zu
Verantwortlich für die konservative Prognose sind primär regulatorische Änderungen beim Versand von personalisierten Medikamenten zur Gewichtsreduktion. Diese Anpassungen dürften das Ergebnis im ersten Quartal mit rund 65 Millionen Dollar belasten. Hinzu kommt ein zunehmend komplexes Umfeld: Die FDA prüft derzeit zusammengesetzte Semaglutid-Produkte genauer, und der Pharmariese Novo Nordisk hat bereits Klage wegen Patentverletzungen bei einer Kopie seiner Abnehm-Pille eingereicht.
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Gemischte Quartalszahlen und Expansion
Dabei lief das vierte Quartal 2025 operativ durchaus solide. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 28 Prozent auf 617,8 Millionen Dollar, auch wenn dies die Analystenschätzungen leicht verfehlte. Der Gewinn pro Aktie übertraf mit 0,08 Dollar hingegen die Erwartungen. Um die Abhängigkeit vom regulierten US-Markt zu verringern, kündigte Hims & Hers die Übernahme des australischen Digital-Health-Unternehmens Eucalyptus an. Der Deal, der ein Volumen von bis zu 1,15 Milliarden Dollar erreichen kann, soll den Zugang zu internationalen Märkten beschleunigen.
Für das Gesamtjahr 2026 rechnet das Management nun mit einem Umsatz zwischen 2,7 und 2,9 Milliarden Dollar. Entscheidend für die weitere Kursentwicklung dürfte sein, wie das Unternehmen die rechtlichen Auseinandersetzungen mit Novo Nordisk bewältigt und ob die geplante Integration von Eucalyptus ab Mitte 2026 die erhofften Wachstumsimpulse liefern kann, um die regulatorischen Einbußen im Kerngeschäft auszugleichen.
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