Novo Nordisk weitet den Vertrieb seiner Abnehmpille Wegovy massiv aus – doch Hims & Hers steht erneut nicht auf der Partnerliste. Eigentlich ein klares Verkaufssignal, doch die Aktie reagierte am Montag völlig anders als erwartet. Statt Panikverkäufen sahen Anleger den stärksten Handelstag seit einem Monat. Was steckt hinter dieser demonstrativen Gelassenheit?
Trotz Novo-Absage im Plus
Der dänische Pharma-Riese Novo Nordisk verkündete zum Wochenstart die breite Verfügbarkeit seiner oralen Wegovy-Pille in den USA. Während Schwergewichte wie CVS Health und Costco als Vertriebspartner genannt wurden, fehlte Hims & Hers erneut in der Aufstellung. Analysten der Citi werten diesen Ausschluss als Bestätigung für anhaltende Differenzen bezüglich der Strategie des Telemedizin-Anbieters mit zusammengesetzten Wirkstoffen (Compounding). Die Warnung der Experten ist deutlich: Die breitere Verfügbarkeit des Originalpräparats könnte das wichtige GLP-1-Geschäft von Hims im Jahr 2026 unter Druck setzen.
Dennoch legte die Aktie gestern (Montag) um 3,89 Prozent auf 34,94 US-Dollar zu. Marktbeobachter sehen darin eine technische Gegenbewegung nach dem schwachen Jahresausklang 2025. Eine vorangegangene Verlustserie hatte den Börsenwert massiv gedrückt, sodass Investoren nun offenbar bereit sind, kurzfristige Risiken auszublenden und die gefallenen Kurse zum Einstieg zu nutzen.
Uneinigkeit der Experten
Die Einschätzungen an der Wall Street gehen derzeit weit auseinander. Während die Citi bei ihrem Verkaufsrating und einem Kursziel von 30 US-Dollar bleibt, sieht Barclays Chancen. Die dortigen Analysten verweisen auf inzwischen realistischere Erwartungen und betonen die neuen Wachstumstreiber. Hims & Hers versucht aktiv, die Abhängigkeit vom US-Abnehmmarkt zu verringern.
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Dazu zählen die jüngste Expansion des Abnehmprogramms nach Großbritannien sowie die Übernahme der kanadischen Plattform Livewell. Diese Schritte sollen neue Einnahmequellen erschließen, während der Wettbewerb im Heimatmarkt durch die Pharma-Konzerne härter wird.
Bewertung und Ausblick
Trotz der Erholung bleibt die fundamentale Lage angespannt. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von über 60 ist die Bewertung ambitioniert und lässt kaum Spielraum für operative Fehltritte – insbesondere nachdem die Gewinne im dritten Quartal die Erwartungen verfehlt hatten. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch beträgt immer noch rund 47 Prozent.
Der Fokus richtet sich nun auf die Quartalszahlen Ende Februar 2026. Das Management steht dann unter Zugzwang, eine schlüssige Strategie gegen die verschärfte Konkurrenzsituation zu präsentieren und den Erfolg der internationalen Expansion mit Zahlen zu belegen.
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