Die norwegische Reederei Hoegh Autoliners hat Geschichte geschrieben – als erstes Unternehmen weltweit ordert sie Ammoniak-Motoren für Autotransporter. Diese bahnbrechende Entscheidung könnte den gesamten Schifffahrtssektor auf den Kopf stellen. Doch was steckt hinter diesem Technologiesprung und wie schlägt sich das Unternehmen finanziell?
Weltpremiere mit vier Ammoniakantrieben
Am 28. August 2025 gab Hoegh Autoliners eine maritime Sensation bekannt: Der Auftrag für vier Everllence B&W ME-LGIA Dual-Fuel-Motoren für die letzten vier Schiffe der Aurora-Klasse. Diese 9.100 CEU-Transporter werden nicht nur die größten ihrer Art, sondern auch die ersten mit direkter Ammoniakverbrennung.
Die Motoren sollen bis 2027 in einer asiatischen Werft installiert werden. Während die ersten acht Aurora-Schiffe noch auf LNG und schwefelarmes Öl setzen – aber ammoniaktauglich sind –, werden die letzten vier direkt emissionsfrei ausgeliefert.
Starke Bilanz ermöglicht Innovationssprung
Die Investition in Zukunftstechnologie fußt auf soliden Fundamenten. Das zweite Quartal 2025 bescherte Hoegh Autoliners ein EBITDA von 166 Millionen US-Dollar – ein Plus von 7 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Der Nettogewinn kletterte auf 123 Millionen Dollar.
Besonders bemerkenswert: Die Eigenkapitalquote von 54 Prozent und die starke Cashflow-Generierung geben dem Unternehmen den nötigen finanziellen Spielraum. Eine saftige Dividende von 137 Millionen Dollar wurde für das zweite Quartal ausgeschüttet.
Flottenmodernisierung nimmt Fahrt auf
Die Aurora-Klasse steht im Zentrum der Modernisierungsstrategie. Von den bestellten zwölf Schiffen sind bereits sechs ausgeliefert – zuletzt die „Höegh Sunrise“ im Mai und die „Höegh Moonlight“ im Juni 2025.
CEO Andreas Enger zeigte sich optimistisch: „Wir freuen uns über ein weiteres starkes Quartal trotz anhaltender globaler Unsicherheiten.“ Das Geschäftsvolumen stieg um 11 Prozent, der Vertragsanteil kletterte auf 81 Prozent.
Herausforderungen bleiben bestehen
Nicht alles läuft rund: Neue US-Hafengebühren ab Oktober 2025 werden jährlich rund 30 Millionen Dollar kosten. Handelsungleichgewichte zwischen Asien und den Atlantikrouten belasten zusätzlich.
Dennoch positioniert sich Hoegh Autoliners als Vorreiter der Dekarbonisierung. Die Aurora-Schiffe sollen 58 Prozent weniger CO₂ pro transportiertem Auto ausstoßen – ein gewaltiger Sprung Richtung Klimaneutralität bis 2040.
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