Holmen AB Aktie: Gemischte Bilanz
Holmen verzeichnet im ersten Quartal 2026 einen Gewinnrückgang, während die Energiesparte dank hoher Strompreise das Gesamtergebnis stützt.

Kurz zusammengefasst
- Gewinn sinkt auf 618 Millionen SEK
- Energiesegment profitiert von hohen Strompreisen
- Papier- und Holzgeschäft unter Druck
- Aktie reagiert mit Kursverlust von 1,73 Prozent
Holmen AB hat heute die Zahlen für das erste Quartal 2026 vorgelegt — und die Botschaft ist zweigeteilt. Während die Energiesparte glänzt, drücken Holz- und Papierprodukte auf das Gesamtergebnis. Die Aktie reagierte mit einem Minus von 1,73 Prozent.
Der Gewinn nach Steuern fiel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 618 Millionen SEK — gegenüber 752 Millionen SEK im ersten Quartal 2025. Auch der Umsatz gab nach: 5,47 Milliarden SEK statt zuvor 5,97 Milliarden SEK, ein Rückgang von rund 8,4 Prozent. Das operative Ergebnis lag bei 827 Millionen SEK, was einer Marge von 15 Prozent entspricht.
Die Energie trägt, das Holz drückt
Das Erneuerbare-Energie-Segment war der klare Lichtblick des Quartals. Arktisches Wetter im Januar und Februar trieb die Strompreise in Schweden auf rund 1.000 SEK je Megawattstunde — ein Niveau, das zuletzt selten erreicht wurde. Zusätzlich lief der neu in Betrieb genommene Windpark Blåbergsliden hoch und lieferte erstmals nennenswert Strom ins Netz. CEO Henrik Sjölund verwies auf das Geschäftsmodell mit mehreren Sparten, die sich gegenseitig stützen — und in diesem Quartal war es die Energie, die das schwächelnde Papier- und Holzgeschäft abfederte.
Die Forstsparte trug 511 Millionen SEK zum operativen Ergebnis bei, rund 25 Millionen SEK mehr als im Vorjahreszeitraum. Grund war eine etwas höhere Ernte zu Jahresbeginn. Ein Wintersturm in Mittelschweden mit rund zehn Millionen Kubikmetern Windwurf — davon etwa 300.000 auf Holmens eigenem Forst — sorgt nun für Ressourcenumlenkung, dürfte das Jahresergebnis 2026 laut Management aber nur begrenzt belasten.
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Druck bei Papier und Schnittholz
Die Papier- und Kartonsparte enttäuschte mit einem EBIT von 168 Millionen SEK — rund 286 Millionen SEK weniger als im Schlussquartal 2025. Ein Teil dieser Differenz erklärt sich durch Sondereffekte aus dem vierten Quartal 2025 (Emissionsrechte und grüne Zertifikate im Wert von etwa 120 Millionen SEK), die 2026 wegfielen. Den Rest fraßen hohe und zugleich wenig volatile Strompreise auf: Holmen nutzt Preisschwankungen aktiv zur Kostensenkung — doch diese Schwankungen blieben im ersten Quartal aus. Hinzu kamen ein schwächerer US-Dollar und leicht rückläufige Papierpreise.
Die Schnittholzsparte bleibt weiterhin im Verlust. Hohe Rohholzkosten und schwache Nachfrage aus dem Bausektor — unter anderem belastet durch geopolitische Unsicherheiten — verhindern eine Rückkehr in die schwarzen Zahlen. Sägewerke in Schweden fahren zunehmend die Produktion zurück, Sägeholzpreise beginnen langsam zu fallen. Bis sich das in Holmens Zahlen niederschlägt, dürfte es laut Management frühestens nach dem Sommer sein.
Die Dividende von 9,5 SEK je Aktie — insgesamt rund 1,46 Milliarden SEK — wurde im April ausgezahlt. Trotz dieser Ausschüttung bleibt die Finanzlage solide: Die Nettoverschuldung liegt bei 4,19 Milliarden SEK, die Eigenkapitalquote bei komfortablen 92 Prozent.
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