HPE: 33-Prozent-Umsatzwachstum für 2026 angehoben
Hewlett Packard Enterprise profitiert von KI-Wachstum und milliardenschwerem Juniper-Zukauf. Die Aktie erholt sich, während der Konzern seine Jahresprognose deutlich anhebt.

Kurz zusammengefasst
- Aktie erholt sich um 1,4 Prozent
- Milliardenschwere H3C-Desinvestition stärkt Bilanz
- Juniper-Integration treibt Netzwerkgeschäft an
- Prognose für 2026 deutlich angehoben
Hewlett Packard Enterprise (HPE) fängt sich nach einem nervösen Wochenstart. Die Aktie klettert am Dienstag um 1,43 Prozent auf 41,71 Euro. Anleger setzen auf die radikale Neuausrichtung des IT-Konzerns hin zu profitablen KI-Infrastrukturen.
Der Verwaltungsrat bestätigte die Quartalsdividende von 0,1425 US-Dollar je Aktie. Die Auszahlung erfolgt Mitte Juli. Parallel dazu stärkt der Verkauf der H3C-Beteiligung die Bilanz massiv.
HPE flossen durch diese Desinvestition rund 3,5 Milliarden US-Dollar vor Steuern zu. Das Management nutzt die Mittel gezielt für den Schuldenabbau. Bis Ende des Geschäftsjahres 2027 soll der Verschuldungsgrad auf den Faktor zwei sinken.
Wachstumssprung durch Juniper-Integration
Der IT-Riese integriert derzeit den Zukauf von Juniper Networks für 14 Milliarden US-Dollar. Die Übernahme vom Juli 2025 gilt als wichtigster Motor für das Netzwerkgeschäft. Große Adressen wie AMF Tjanstepension AB stockten ihre Positionen zuletzt deutlich auf.
HPE hob die Prognose für das Gesamtjahr 2026 kräftig an. Der Konzern rechnet nun mit einem Umsatzplus von bis zu 33 Prozent. Im wichtigen Netzwerksegment soll das Wachstum sogar bei 75 Prozent liegen.
Der bereinigte Gewinn je Aktie soll bis zu 3,45 US-Dollar erreichen. Beim freien Cashflow peilt der Vorstand mindestens 3,5 Milliarden US-Dollar an. Neue Server-Lösungen für autonome KI-Agenten stützen diese optimistische Einschätzung.
Technische Erholung im Aufwärtstrend
Seit Jahresbeginn hat sich der Börsenwert um rund 102 Prozent gesteigert. Trotz dieser Rally liegt der Kurs noch 24 Prozent unter seinem Juni-Hoch. Mit einem RSI von 57 wirkt der Titel derzeit weder überkauft noch überverkauft.
Ende Juli kommen neue Funktionen der „Private Cloud AI“ auf den Markt. Diese Produkte ermöglichen es Unternehmen, KI-Anwendungen in gesicherten, eigenen Rechenzentren zu betreiben. Die Markteinführung dieser Software-Suite wird zeigen, wie stark HPE seine Marktanteile gegen die Konkurrenz verteidigen kann.
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