Hsbc Aktie: RedCoin und Stablecoin?
Die Bank verknüpft zusätzliche Fracht- und Firmendaten mit ihrem Handelsportal und schloss ein Aktienrückkaufprogramm ab.

Kurz zusammengefasst
- Mehr Fracht- und Firmendaten eingebunden
- HSBCnio für Firmenkunden gestartet
- Rückkaufprogramm mit Aktieneinzug beendet
- Hsbc-Aktie verlor 1,7 Prozent
Die britische Großbank HSBC baut ihre digitale Infrastruktur im asiatischen Firmenkundengeschäft aus. Am Montag gab das Institut bekannt, den Zugriff auf Handels-, Fracht- und Unternehmensdaten über die Handelsdatenplattform Commercial Data Interchange in Hongkong erweitert zu haben.
Die Initiative bindet Frachtdaten sowie Informationen über Unternehmen aus Festlandchina ein. Ziel der Bank ist es, das Onboarding kleiner und mittlerer Unternehmen zu beschleunigen und grenzüberschreitende Finanzierungen zu erleichtern.
Der Vorstoß fügt sich in eine Reihe digitaler Projekte ein, die der Finanzkonzern zuletzt in Asien vorangetrieben hat. Am 30. September stellte das Institut den Namen „HSBC RedCoin“ für seinen geplanten, auf Hongkong-Dollar lautenden Stablecoin vor.
Bereits am 29. September startete die Bank die Plattform HSBCnio, eine digitale Transaktionsbank-Lösung für Firmenkunden und institutionelle Adressaten. Diese bündelt den Zugang über Web und Mobilgeräte mit KI-gestützten Abfragen autorisierter Bankdaten.
Zudem fungierte HSBC als Transaktionsagent und Plattformanbieter bei der Emission einer digitalen grünen Anleihe der Regierung von Hongkong über rund 20 Milliarden HKD, die das Institut als bislang weltweit größte Emission dieser Art einordnete.
Wandel der Arbeitsabläufe und Kapitalmaßnahmen
Die Digitalisierung geht zugleich mit tiefgreifenden Veränderungen in traditionellen Geschäftsbereichen einher. HSBC baut Stellen in britischer Vermögensverwaltung ab; das Institut begründete diesen Schritt gegenüber Reuters damit, Dienstleistungen durch digital gestützte Produkte und Prozesse weiterzuentwickeln.
Auf der Kapitalseite schloss HSBC sein jüngstes Aktienrückkaufprogramm ab. Wie das Unternehmen am Dienstag in einer Pflichtmitteilung zu den Stimmrechten bekannt gab, wurden 6.918.800 Stammaktien eingezogen. Nach der Vernichtung dieser Papiere beläuft sich das ausgegebene Grundkapital auf 17.135.023.491 Stammaktien mit der gleichen Anzahl an Stimmrechten.
Kursentwicklung an den Märkten
An den europäischen Börsen gerieten die Papiere des Instituts zuletzt unter Druck. Am gestrigen Donnerstag verzeichnete die Aktie einen Rückgang von 1,7 % auf einen Schlusskurs von 16,40 Euro. Damit notiert der Titel jedoch weiterhin knapp über seinem 200-Tage-Durchschnitt von 16,03 Euro, der dem Papier eine wichtige technische Orientierungsmarke bietet.
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