Hua Hong: 8,43 Prozent auf 16,90 Euro
Der Chip-Auftragsfertiger Hua Hong profitiert von KI-Nachfrage und steigenden Wafer-Auslieferungen. Die Aktie legt deutlich zu.

Kurz zusammengefasst
- Aktienkurs steigt um 8,43 Prozent
- Umsatzplus von 22,2 Prozent im ersten Quartal
- Starke Nachfrage nach Mikrocontrollern und KI-Chips
- Optimistischer Ausblick für das zweite Quartal
Der Hongkonger Chip-Auftragsfertiger Hua Hong Semiconductor erlebt einen fulminanten Börsentag. Die Aktie legte um 8,43 Prozent auf 16,90 Euro zu – und setzt damit ihre beeindruckende Jahresrally fort. Der gesamte Halbleitersektor in Hongkong profitiert derzeit von einer breiten Erholungsbewegung.
Seit Jahresbeginn steht ein Kursplus von 83,67 Prozent zu Buche. Damit hat sich der Titel vom 52-Wochen-Tief bei 7,05 Euro mehr als verdoppelt. Auch technisch zeigt sich die Aktie robust: Sie notiert deutlich über ihren 50- und 100-Tage-Durchschnitten (13,38 und 12,00 Euro). Lediglich das Rekordhoch von 20,40 Euro aus dem Mai bleibt vorerst außer Reichweite.
Starke Nachfrage treibt die Geschäfte
Hua Hong ist eine sogenannte Pure-Play-Foundry, also ein reiner Auftragsfertiger für Chip-Designs. Das Geschäftsmodell hängt direkt an der Auslastung der Werke und dem Produktmix der Kundenaufträge. Und derzeit läuft es rund.
Im ersten Quartal 2026 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 661 Millionen US-Dollar – ein Plus von 22,2 Prozent zum Vorjahr. Die Erlöse trafen das obere Ende der eigenen Prognose. Als Treiber nannte das Management höhere Wafer-Auslieferungen und verbesserte Preise.
Besonders gefragt sind Mikrocontroller, Flash-Speicher, BCD-Chips und Produkte für das Power-Management. Dazu kommt eine wachsende Nachfrage aus dem KI-Umfeld.
Ausblick bleibt ambitioniert
Für das zweite Quartal rechnet Hua Hong mit Erlösen zwischen 690 und 700 Millionen Dollar. Die Bruttomarge soll bei 14 bis 16 Prozent liegen. Das wäre eine leichte Verbesserung zum Vorquartal.
Management und Analysten sehen den Konzern auf einem guten Weg. Die Auftragsbücher füllen sich, die Preise stabilisieren sich. Der KI-Boom spült zusätzliche Nachfrage in die Fertigungskapazitäten.
Die Aktie bleibt mit einer annualisierten 30-Tage-Volatilität von knapp 117 Prozent ein hochriskantes Papier. Aber die fundamentale Entwicklung spricht derzeit eine klare Sprache: Der Aufwärtstrend hat Substanz.
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