Hypoport Aktie: Plattformgeschäft trägt das Quartal
Das Konzern-Ebit legte im dritten Quartal zu; Finanzierungsplattformen und Versicherungssparte entwickelten sich schwächer.

Kurz zusammengefasst
- Ebit steigt auf 10,8 Millionen Euro
- Rohertrag erreicht 70 Millionen Euro
- Europace-Transaktionsvolumen wächst um ein Prozent
- Endgültige Quartalszahlen folgen am 9. November
Hypoport hat im dritten Quartal mehr verdient als vor einem Jahr. Treiber war die Immobilienplattform, während Finanzierungsplattformen und Versicherungssparte schwächer liefen. Die Aktie reagierte am Dienstagvormittag mit einem Plus von knapp 3 Prozent.
Ebit steigt auf 10,8 Millionen Euro
Nach vorläufigen Berechnungen kletterte das Ebit im Konzern auf 10,8 Millionen Euro, nach 7,6 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Der Rohertrag verbesserte sich von 67 auf 70 Millionen Euro. Das Ergebnis wuchs damit deutlich stärker als die Erlöse.
Das Bild in den Segmenten fällt allerdings uneinheitlich aus. Im Geschäft rund um die Finanzierungsplattformen ging der operative Gewinn zurück. Die Versicherungssparte schrieb erneut einen operativen Verlust. Den Ausschlag gab die Immobilienplattform.
Europace behauptet sich im schwachen Markt
Schon vor einer Woche hatte Hypoport mitgeteilt, dass die Vermittlungsplattform Europace im dritten Quartal ein leichtes Plus von einem Prozent beim Transaktionsvolumen erzielte. Über neun Monate stagnierte das Volumen.
Konzernchef Ronald Slabke verwies darauf, dass der Gesamtmarkt für private Immobilienfinanzierungen wegen gestiegener Zinsen bei weiterhin hohen Preisvorstellungen der Verkäufer zwischenzeitlich nachgibt. Hypoport verteidige sein Volumen durch Zugewinne bei Sparkassen und Genossenschaftsbanken.
Die höheren Zinsen belasten vor allem den privaten Wohnungsmarkt. Nach dem Zinsanstieg infolge des Iran-Kriegs hatten viele Verbraucher zu Jahresbeginn noch schnell Kredite abgeschlossen, wie das Unternehmen bereits im Sommer erklärte. Dieser Vorzieheffekt fehlt nun.
Erholung nach Jahrzehntetief
An der Börse setzt sich ein Aufwärtstrend fort, der Mitte Oktober begann. Zuvor war die im SDAX notierte Aktie auf das tiefste Niveau seit fast einem Jahrzehnt gefallen. Trotz der jüngsten Gewinne steht das Papier seit Jahresbeginn noch mehr als ein Drittel im Minus.
Die endgültigen Zahlen samt weiterer Details will Hypoport am 9. November vorlegen. Dann zeigt sich, wie stark die Segmente im Einzelnen zum Quartalsergebnis beigetragen haben.
Stand heute, 27. Oktober: Hypoport – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in Hypoport investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 27. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.