Iberdrola Aktie: 39.000 Stromkunden im Q1 verloren
Iberdrola verzeichnet Gewinnplus im ersten Quartal, verliert aber Marktanteile im spanischen Stromvertrieb an Endesa.
Kurz zusammengefasst
- Kundenrückgang im spanischen Heimatmarkt
- Bereinigter Nettogewinn steigt um elf Prozent
- Netzgeschäft als stabiler Ergebnisbringer
- Aktienbewertung bleibt auf hohem Niveau
Spanischer Markt wird enger
Iberdrola bleibt im spanischen Stromvertrieb groß, verliert dort aber etwas an Boden. Im ersten Quartal sank die Zahl der Stromkunden per saldo um 39.000 auf 9,68 Millionen. Parallel dazu legte Endesa um 172.000 Verträge auf 9,17 Millionen Kunden zu.
Der Abstand schrumpft damit spürbar. Ein Treiber ist der härtere Wettbewerb um Privatkunden, hinzu kommen verschobene Kundenportfolios bei Rivalen und neue Regeln gegen unerwünschte Telefonwerbung. Das verändert den Markt schneller als viele erwartet hatten.
Gewinn wächst trotz Gegenwind
Operativ lief es dennoch ordentlich. Der bereinigte Nettogewinn stieg um 11 Prozent auf 1,865 Milliarden Euro. Der Umsatz gab leicht um 0,3 Prozent auf rund 12,02 Milliarden Euro nach, was zeigt: Das Wachstum kam nicht aus dem Topline-Bereich, sondern aus der Ergebnisqualität.
Besonders stark blieb das Netzgeschäft. Das bereinigte EBITDA erreichte 4,1 Milliarden Euro und wurde vor allem von der Networks-Sparte getragen. Für einen Versorger ist das ein wichtiges Signal, weil stabile Netzerträge oft mehr zählen als kurzfristige Schwankungen im Vertrieb.
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Aktie bleibt teuer bewertet
An der Börse reagiert die Aktie bislang eher abwartend. Sie notiert bei 19,32 Euro und liegt damit knapp unter dem Freitagsschluss von 19,45 Euro. Auf Sicht von 30 Tagen hat das Papier 4,48 Prozent verloren, seit Jahresbeginn steht aber noch ein Plus von 2,66 Prozent.
Die Bewertung bleibt ambitioniert. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf TTM-Basis liegt bei etwa 19,7, die Marktkapitalisierung bei rund 132 Milliarden Euro. Der Konsens der Analysten lautet weiter auf „Hold“, das Kursziel liegt bei 19,17 Euro.
Für die kommenden Monate wird entscheidend, ob Iberdrola den Heimatmarkt verteidigt, ohne die internationalen Infrastrukturprojekte auszubremsen. Der Blick der Anleger dürfte dabei besonders auf die nächste operative Entwicklung im Netzgeschäft und auf die Frage gerichtet bleiben, wie sich die neuen Wettbewerbsregeln im spanischen Vertrieb weiter auswirken.
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