Iberdrola strebt eine Laufzeitverlängerung für das Kernkraftwerk Almaraz bis Juni 2030 an. Gemeinsam mit den Partnern Endesa und Naturgy wurde ein entsprechender Antrag bei der spanischen Regierung eingereicht, um die für 2027 und 2028 geplante Stilllegung der beiden Reaktoren zu verzögern. Dieser strategische Schritt markiert eine deutliche Verschiebung im Zeitplan der spanischen Energiewende.
Strikte Bedingungen der Regierung
Die spanische Regierung hat für eine mögliche Verlängerung klare „rote Linien“ definiert. Neben der radiologischen Sicherheit, die derzeit vom Nationalen Sicherheitsrat (CSN) geprüft wird, muss die nationale Versorgungssicherheit garantiert sein.
Besonders wichtig für den Markt: Die Verlängerung darf nicht zu Mehrkosten für Verbraucher oder Steuerzahler führen. Um den Verhandlungsprozess zu beschleunigen, haben die Betreiber vorerst auf ihre Forderungen nach steuerlichen Erleichterungen verzichtet. Iberdrola versucht damit, die Balance zwischen seinem massiven Portfolio an erneuerbaren Energien und der stabilen Grundlast durch traditionelle Erzeugung zu halten.
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Investitionsschub für das Stromnetz
Der Vorstoß fällt in eine Phase deutlicher Preisschwankungen am iberischen Energiemarkt. Am Montag stiegen die Großhandelspreise für Strom um über 51 % auf durchschnittlich 119,42 €/MWh an. Kann der Weiterbetrieb von Kernkraftwerken hier für die nötige Stabilität sorgen? Während Befürworter dies bejahen, stellen andere Analysen die langfristige Wirtschaftlichkeit im Vergleich zu grünen Alternativen infrage.
Flankierend dazu hat Madrid massive Investitionen angekündigt, um Netzengpässe zu beseitigen. Die gesetzlichen Obergrenzen für Infrastrukturinvestitionen wurden um 62 % angehoben. Dies setzt bis 2030 zusätzliche 7,7 Milliarden Euro für lokale Verteilnetze und 3,6 Milliarden Euro für das Übertragungsnetz frei – ein wichtiger Faktor für Versorger, um die steigende Nachfrage von Industrie und Rechenzentren zu bedienen.
Einschätzung zur Aktie
An der Börse reagierte die Iberdrola-Aktie heute mit einem Rückgang um 3,28 % auf 18,59 Euro. Damit notiert das Papier zwar rund 9 % unter seinem 52-Wochen-Hoch, weist aber auf Sicht von 12 Monaten weiterhin ein deutliches Plus von knapp 35 % auf. Die weitere Entwicklung hängt nun maßgeblich vom technischen Gutachten des Sicherheitsrates CSN ab, das die Grundlage für die endgültige Entscheidung der Regierung bilden wird.
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