Iberdrola hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem deutlichen Gewinnplus abgeschlossen. Während der klassische Strommarkt mit schwankenden Preisen kämpft, profitiert der spanische Energiekonzern von seinen massiven Investitionen in die Stromnetze der USA und Großbritanniens. Doch kann dieser strategische Fokus auf die Infrastruktur die aktuellen Hürden im Bereich der erneuerbaren Energien dauerhaft ausgleichen?
Netzgeschäft als stabiler Wachstumsmotor
Der Nettogewinn von Iberdrola kletterte im vergangenen Jahr um 12 Prozent auf 6,285 Milliarden Euro. Dieser Zuwachs ist vor allem auf das stark expandierende Netzgeschäft zurückzuführen. Während der Gesamtumsatz mit 45,01 Milliarden Euro nahezu stagnierte, verbesserte sich die operative Effizienz deutlich. Besonders das EBITDA im Netzwerksegment stach mit einem Sprung von 21 Prozent hervor und trieb das operative Gesamtergebnis auf 15,68 Milliarden Euro.
Hinter diesen Zahlen steht eine konsequente Kapitalallokation. Iberdrola tätigte im Jahr 2025 Rekordinvestitionen in Höhe von 14,46 Milliarden Euro. Rund 60 Prozent dieser Mittel flossen in die Märkte USA und Großbritannien, wobei der Löwenanteil von 62 Prozent gezielt in den Ausbau der Strominfrastruktur investiert wurde.
Herausforderungen bei erneuerbaren Energien
Das starke Wachstum der Netzsparte war notwendig, um Gegenwind im Segment der Energieerzeugung abzufedern. Die Sparte der erneuerbaren Energien litt unter niedrigeren Erzeugerpreisen. Zusätzlich belasteten Einmalkosten in Höhe von 177 Millionen Euro infolge eines Stromausfalls in Spanien sowie Abschreibungen auf die Projekt-Pipeline das Ergebnis.
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Trotz dieser operativen Belastungen konnte der Konzern seine Bilanz stärken. Dank eines soliden Cashflows von 12,81 Milliarden Euro reduzierte Iberdrola die Nettoverschuldung um 1,5 Milliarden Euro auf nun 50,2 Milliarden Euro. Die Aktionäre sollen an diesem Erfolg durch eine Dividendenerhöhung um 6,3 Prozent auf 0,68 Euro pro Aktie beteiligt werden.
Kursmarken und mittelfristige Ziele
Die Aktie reagierte positiv auf die Zahlen und legte am Donnerstag um 1,50 Prozent auf 20,35 Euro zu. Damit erreichte das Papier ein neues 52-Wochen-Hoch und setzt den seit Jahresbeginn anhaltenden Aufwärtstrend von über 8 Prozent fort.
Für die kommenden Jahre hat das Management ehrgeizige Meilensteine gesteckt, die durch eine Investitionspipeline von 100 Milliarden Euro bis zum Jahr 2031 unterlegt sind. Bereits für das laufende Jahr 2026 peilt das Unternehmen einen Nettogewinn von über 6,6 Milliarden Euro an. Bis 2028 soll dieser Wert auf mehr als 7,6 Milliarden Euro steigen. Mit dem kurz vor dem Abschluss stehenden Offshore-Windprojekt „Vineyard Wind 1“ in den USA bereitet der Konzern zudem den nächsten operativen Wachstumsschritt vor.
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