IBM Aktie: 10 Milliarden für Quantencomputer
IBM investiert Milliarden in KI und Quantencomputer, doch die Aktie fällt nach Rekordhoch auf 233 Euro zurück.

Kurz zusammengefasst
- Ausbau der ServiceNow-Partnerschaft
- Zehn Milliarden für Quantenforschung
- Kurssturz nach 52-Wochen-Hoch
- Analysten sehen weiteres Potenzial
IBM drückt beim Thema Künstliche Intelligenz aufs Tempo. Der Konzern schmiedet mächtige Allianzen und investiert Milliarden. An der Börse klaffen Anspruch und Realität aktuell weit auseinander. Nach einem Rekordhoch Anfang Juni stürzte der Kurs zuletzt massiv ab.
Angriff auf veraltete IT-Systeme
IBM baut seine Zusammenarbeit mit ServiceNow massiv aus. Das Ziel: Veraltete Firmen-Software fit für das KI-Zeitalter machen. Ab der zweiten Jahreshälfte 2026 bieten beide Konzerne gemeinsame Lösungen an. Diese scannen alte Systeme und bereiten Daten für KI-Anwendungen vor.
Dabei kommen Werkzeuge wie IBM watsonx.data und Red Hat Ansible zum Einsatz. Die Software erkennt IT-Probleme automatisch und behebt sie. Das spart großen Unternehmen Zeit und senkt die Ausfallrisiken.
Milliarden für Quantencomputer
Die ServiceNow-Partnerschaft ist nur ein Baustein. IBM steckt in den nächsten fünf Jahren zehn Milliarden US-Dollar in die Quantencomputer-Forschung. Geplant ist unter anderem eine Chip-Fabrik in den USA.
Das operative Geschäft liefert dafür den nötigen Rückenwind. Im ersten Quartal 2026 stieg der Infrastruktur-Umsatz kräftig auf 3,33 Milliarden US-Dollar. Auch die renditestarke Software-Sparte wuchs zweistellig.
Analysten loben, Anleger verkaufen
Die Wall Street honoriert den strategischen Umbau. BofA-Analyst Wamsi Mohan hob sein Kursziel kürzlich von 300 auf 315 US-Dollar an. Er verweist auf eine ungebrochen hohe Nachfrage nach KI-Infrastruktur.
Am Aktienmarkt dominiert derweil Gewinnmitnahme. Anfang Juni erreichte das Papier noch ein 52-Wochen-Hoch bei knapp 293 Euro. Seitdem verlor der Titel deutlich an Wert und notiert aktuell bei rund 233 Euro.
Auf Sicht von 30 Tagen steht zwar noch ein Plus von 22 Prozent. Seit Jahresbeginn liegt die Aktie jedoch mit gut sechs Prozent im Minus.
Die jüngsten Investitionen stärken IBMs Position im Cloud- und KI-Markt. Die neuen ServiceNow-Lösungen starten im zweiten Halbjahr 2026. Dann muss der Konzern beweisen, dass die Partnerschaften echtes Umsatzwachstum im Beratungsgeschäft generieren.
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